Ins All ohne Milz? Wissenschaftler diskutieren über „Modifizierung“ von Kosmonauten

© SNA / sna  / Zur BilddatenbankDie 63. ISS-Expedition
Die 63. ISS-Expedition  - SNA, 1920, 18.06.2021
Die Strahlung ist das wichtigste Hindernis für bemannte kosmische Langstreckenflüge. Nun erwägen russische und amerikanische Wissenschaftler, ob es notwendig ist, Kosmonauten und Astronauten vor solchen Flügen die Milz zu entfernen, um die Strahlungsschäden zu reduzieren. Auch andere „Verbesserungen“ des menschlichen Körpers werden diskutiert.
„Unsere amerikanischen Kollegen haben uns eine Frage gestellt, die wir im Rahmen der Arbeitsgruppe diskutiert haben: Werden wir die Milz vor Langstreckenflügen entfernen, um die Möglichkeit von Strahlungsschäden zu reduzieren? Das ist die Frage“, sagte Oleg Orlow, Direktor des Instituts für biomedizinische Probleme der Russischen Akademie der Wissenschaften, bei der Weltraumforschungskonferenz GLEX.
Die Milz ist im menschlichen Körper für die Blutbildung, Immunität und Blutversorgung verantwortlich. Wie der Leiter der Strahlenschutzabteilung für bemannte Raumfahrt des genannten Instituts, Wjatscheslaw Schurschakow, im Dezember 2019 sagte, ist die Strahlung das Haupthindernis für einen bemannten Flug zum Mars.
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Daher ist es laut Wissenschaftlern möglich, „modifizierte“ Kosmonauten zum Roten Planeten zu schicken. So könnten zum Beispiel die Augenlinsen durch künstliche ersetzt oder der Bereich des Gehirns vorbehandelt werden, bei dem Veränderungen durch galaktische Strahlung zu Alzheimer-Demenz führen kann.
Zuvor hatte der russische Kosmonaut Alexander Skwortsow bei der GLEX-Konferenz erzählt, wie man Geburtstagskerzen an Bord der Internationalen Weltraumstation (ISS) anzündet, wo offenes Feuer verboten ist.
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