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Afghanistan
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Als Schutz vor Taliban-Rache: Deutschland nimmt mehr afghanische Bundeswehrhelfer auf

© REUTERS / POOLBundesinnenminister Horst Seehofer
Bundesinnenminister Horst Seehofer - SNA, 1920, 18.06.2021
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Die Bundesregierung will laut Innenminister Horst Seehofer mehr Afghanen, die der Bundeswehr beim Einsatz in dem Land geholfen haben, aufnehmen, als ursprünglich geplant.
Infrage kommen nun alle sogenannten Ortskräfte, die ab 2013 für die Bundeswehr und andere deutsche Sicherheitsbehörden gearbeitet haben, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach Reuters-Angaben am Freitag bestätigte.
Nach den ursprünglichen Plänen sollten nur solche gefährdeten Afghanen aufgenommen werden, die innerhalb der vergangenen zwei Jahre etwa für die Bundeswehr als Dolmetscher gearbeitet haben. „Die Zwei-Jahres-Frist ist gefallen“, sagte Seehofer nach Beratungen der Innenminister von Bund und Ländern im baden-württembergischen Rust.
Der Grund für die Veränderungen seien neue Erkenntnisse zur Sicherheitslage in Afghanistan. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius forderte, dass der Bund zumindest die Flugkosten von gefährdeten Ortskräften nach Deutschland übernehme, da viele Menschen sich das Ticket nicht leisten könnten.
„Ich kann sie in meinem Haushalt nicht übernehmen“, sagte Seehofer und verwies in dieser Frage an Bundesfinanzminister Olaf Scholz.
Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet, dass die mit Afghanistan befassten Ressorts der Bundesregierung sich am Rande der Kabinettssitzung am vergangenen Mittwoch darauf geeinigt hatten, dass auch weitere sogenannte Ortskräfte eine Einreiseerlaubnis für Deutschland erhalten können. Bislang haben die Erlaubnis den Angaben zufolge rund 400 lokale Helfer und deren Kernfamilien bekommen.
Nach Ansicht der radikalislamischen Taliban haben sich die afghanischen Helfer mit dem Feind verbündet. Sie geraten damit laut Menschenrechtlern in Gefahr, ins Visier der Taliban zu geraten und getötet zu werden. Daher fordern mehrere Menschenrechtsorganisationen von den Nato-Verbündeten in Afghanistan eine sofortige Aufnahme der Ortskräfte. Die ausländischen Truppen sollen aus dem Land bis spätestens 11. September abgezogen sein. Bei der Bundeswehr läuft der Abzug auf Hochtouren.
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