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USA: Texas erlaubt ab September Tragen von Waffen ohne Genehmigung

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Flagge der USA - SNA, 1920, 17.06.2021
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Im südlichen US-Bundesstaat Texas brauchen die meisten Erwachsenen ab September für das offene Tragen von Waffen weder einen Waffenschein noch ein verpflichtendes Training.
Gouverneur Greg Abbott unterzeichnete am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz, geht aus der Webseite des texanischen Parlaments hervor. Dieses erlaubt es den meisten Bürgern, die mindestens 21 Jahre alt sind und ihre Handfeuerwaffen rechtmäßig besitzen, diese künftig ohne weitere Genehmigung in der Öffentlichkeit zu tragen.

Ohne Training und Prüfung

Dadurch werde Texanern der Zugang zu Waffen und das Tragen zum eigenen Schutz erleichtert, wurden republikanische Gesetzesbefürworter von US-Medien zitiert. Bislang war in dem Staat eine Genehmigung für Handfeuerwaffen verpflichtend. Dafür mussten Texaner unter anderem Fingerabdrücke abgeben, ein mehrstündiges Schießtraining absolvieren sowie eine schriftliche und praktische Prüfung ablegen, berichtete „Texas Tribune“. Das offene und verdeckte Tragen von Gewehren war demnach ohne Genehmigung erlaubt.
In den USA erlauben einige der 50 Bundesstaaten das offene oder verdeckte Tragen von Waffen, ohne dafür eine besondere Genehmigung oder Ausbildung zu erfordern. Im Vergleich zu Europa ist das Waffenrecht in den USA allgemein sehr lax. Befürworter berufen sich auf den 1791 verabschiedeten zweiten Verfassungszusatz, der ihrer Ansicht nach den Amerikanern erlaubt, Waffen zu tragen.

Kritiker warnten vor Zunahme von Waffengewalt

Gegner des umstrittenen Gesetzes kritisierten, das nun abgeschaffte Training habe zum Schutz der Öffentlichkeit beigetragen. Sie warnten vor einer Zunahme von Waffengewalt. Mit der Unterzeichnung des Gesetzes folgt Texas einer Reihe weiterer konservativ geführter Bundesstaaten, die ähnliche Maßnahmen verabschiedet haben.
Es kommt regelmäßig zu tödlichen Zwischenfällen mit Schusswaffen, die in den USA meist leicht zu kaufen sind. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete in ihrer jüngsten Statistik aus dem Jahr 2018 insgesamt 39.740 Schusswaffentote – also gut 100 Tote pro Tag. Bei rund 60 Prozent der Fälle handelte es sich um Selbsttötungen, bei rund 30 Prozent um Tötungsdelikte.
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