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Gratis pinkeln geht nur mit Penis? Toilettenhäuser in Berlin lösen Empörung aus

© CC0 / MichaelGaida / PixabayDixi-Klo (symbolbild)
Dixi-Klo (symbolbild) - SNA, 1920, 17.06.2021
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Die Stadt Berlin stellt derzeit 193 neue Toilettenhäuser auf, die mit kostenlosen Pissoirs ausgestattet sind. Für Frauen sind Unisex-Toiletten vorgesehen – doch um sie zu benutzen, müssen sie im Gegensatz zu Männern in die Tasche greifen. Viele kritisierten das Vorgehen der Stadt als ungerecht und diskriminierend.
„Wir versuchen ein niedrigschwelliges Angebot zu machen an bestimmten Plätzen, diese öffentlichen Toiletten mit kostenlosen Pissoirs auszustatten, damit die Männer eben nicht an den Baum, sondern auf die Toilette gehen“, sagte Jan Thomsen, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Umwelt in Berlin, gegenüber RTL. Den Frauen stehen wiederum Unisex-Toiletten zur Verfügung – ein Besuch dort kostet allerdings 50 Cent.
Die Linken-Politikerin Katalin Gennburg hat auf die Ungerechtigkeit mit einer Anfrage an den Senat aufmerksam gemacht und ein kostenloses Angebot auch für Frauen gefordert.
„Ich glaube, es ist an der Zeit, das auch wirklich zu ändern. Es gibt auch andere Länder, andere Metropolen, die machen es vor“, mahnte sie im RTL-Interview.
Auch viele Berlinerinnen und Berliner brachten gegenüber dem Sender ihre Empörung zum Ausdruck.
„Ich finde es viel besser, wenn wir in der Lage sind – als Stadt – eine Toilettenanlage sauber zu halten, als wenn wir 10.000 Leute in den Büschen haben, die sich diese 50 Cent gerade nicht leisten können“, zitiert RTL Jana aus Berlin.
„Das finde ich frech. Das ist doch Diskriminierung“, sagt eine weitere Berlinerin. Auch die Männer teilen ihre Meinung. „Ich fände es auch richtig, wenn es für die Frauen auch umsonst wäre. Die Gleichberechtigung sollte gegeben sein“, sagte Sebastian.

Stadt hält Gebühr für notwendig

Die Stadt Berlin gestand die Ungerechtigkeit Angaben zufolge ein, stellte jedoch klar, die sogenannte „Schutzgebühr“ sei notwendig. Die Pissoirs seien von vorne offen, die Unisex-Toiletten wiederum mit einer Tür verschlossen. „Die Erfahrung zeigt leider – aus vielen Jahrzehnten, – dass öffentliche Toiletten anders gebraucht werden, um es sehr freundlich zu sagen. Da übernachten Menschen, die machen da andere Sachen, sie randalieren. Sie wären dann sofort für alle nicht mehr brauchbar“, so Jan Thomsen vom Berliner Senat für Umwelt. Gegen Damenurinale habe sich Berlin bewusst entschieden, weil die Akzeptanz nicht groß genug sei.
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