Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

30 Jahre Nachbarschaftsvertrag: Deutschland und Polen wollen Beziehungen weiter ausbauen

© AFP 2021 / WOJTEK RADWANSKIBundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der polnische Präsident Andrzej Duda
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der polnische Präsident Andrzej Duda - SNA, 1920, 17.06.2021
Abonnieren
Deutschland und Polen wollen ihre engen Beziehungen trotz bestehender Unstimmigkeiten weiter vertiefen.
Die deutsch-polnische Nachbarschaft gehöre „zu den großen europäischen Erfolgsgeschichten der vergangenen 30 Jahre“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag nach Beratungen mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda in Warschau genau 30 Jahre nach der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages. Duda betonte: „Wir sind heute als Ergebnis dieser 30 Jahre miteinander verflochten – im positivsten Sinne dieses Wortes.“
Steinmeier sagte: „Wir müssen gar nichts schönreden in unserer Nachbarschaft. Natürlich gibt es manchmal unterschiedliche Interessen. Natürlich gibt es manchmal unterschiedliche Sichtweisen.“
Man wolle sich aber auch in Zukunft zuhören und umeinander bemühen.
„Zuhören, warum der andere möglicherweise anderer Meinung ist, oder andere Wege bevorzugt, das ist das Entscheidende, um immer wieder Lösungen für die offenen Fragen (...) zu finden.“ Der Bundespräsident betonte: „Kritik nehmen wir ernst.“ Es deuteten sich für einige der offenen Fragen Lösungen an.
Duda betonte, Polen und Deutschland seien wie zwei benachbarte Bauernhöfe, deren Besitzer manchmal strittige Fragen hätten, „aber generell bereit sind, ihre Kinder miteinander zu verheiraten“. Das Treffen sei kein Zuckerschlecken, bei dem unangenehme Themen ausgeklammert würden.
Beide Seiten vereinbarten, die Unterstützung der jeweiligen Minderheiten voranzutreiben. So soll etwa der Polnisch-Unterricht in Deutschland mit einem Sonderfonds in Höhe von fünf Millionen Euro jährlich gefördert werden. Zudem sei durch die von der Bundesregierung zugesagte zusätzliche Finanzierung die Sanierung des „Polnischen Hauses“ in Bochum gewährleistet, sagte Steinmeier. Das geplante Denkmal für die polnischen Opfer des Nationalsozialismus in Berlin sei in der Phase der Realisierung.
Das Nachbarschaftsabkommen war nach dem Ende des Kalten Krieges am 17. Juni 1991 geschlossen worden. Es sicherte Polen unter anderem deutsche Unterstützung bei der Annäherung an die EU zu, der das Land dann 2004 beitrat. Am Nachmittag wollte Steinmeier einen Kranz am Grabmal des Unbekannten Soldaten niederlegen. Steinmeier und sein polnischer Amtskollege wollten außerdem mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus beiden Ländern diskutieren.
Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk - SNA, 1920, 16.06.2021
Ukrainischer Botschafter erklärt Boykott der Gedenkfeier mit Steinmeier
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала