Corona-Impfung auch bei Hitze möglich, 49 hessische Polizisten nahmen an rechtextremen Chats teil

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 16.06.2021
Israel greift Ziele im Gazastreifen an; 49 hessische Polizisten nahmen an rechtextremen Chats teil; Kim Jong Un warnt vor schlechterer Versorgung; Corona-Impfung auch bei Hitze möglich; Weinstein-Überstellung nach Los Angeles steht bevor; Bordelle in Brandenburg wieder geöffnet
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zu Mittwoch geschehen ist.

Israel greift Ziele im Gazastreifen an

Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe mit der Hamas im Mai haben israelische Kampfflugzeuge wieder militärische Einrichtungen der Palästinenserorganisation im Gazastreifen angegriffen. Die Bombardements in der Nacht seien eine Reaktion auf den Abschuss von Brandballons aus dem Küstenstreifen auf israelisches Gebiet gewesen, teilte die israelische Armee auf Twitter mit. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Gaza waren dort mehrere Explosionen zu hören. Verletzt wurde demnach niemand. Bei der Bombardierung von zwei Militärposten der Hamas sei jedoch großer Schaden entstanden.

49 hessische Polizisten nahmen an rechtextremen Chats teil

An den kürzlich bekannt gewordenen Chats mit rechtsextremem Inhalt haben viele weitere hessische Polizisten teilgenommen. Hessens Innenminister Peter Beuth nannte im Landtag die Zahl von insgesamt 49 aktiven Beamten. Hinzu kämen sieben Chat-Teilnehmer, die keine hessischen Polizisten seien. Gegen 24 dieser insgesamt 56 Teilnehmer werde nicht strafrechtlich vorgegangen, auch nicht disziplinarisch. Beuth hatte vor wenigen Tagen das SEK des Frankfurter Polizeipräsidiums wegen rechtsextremer Äußerungen von Polizisten in Chatgruppen aufgelöst.
Das SEK beim Einsatztraining - SNA, 1920, 10.06.2021
Ermittlungen wegen rechtsextremer Chats: Hessens Innenminister löst SEK Frankfurt auf

Kim Jong Un warnt vor schlechterer Versorgung

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hat die Bevölkerung auf eine Verschlechterung der Nahrungsmittelversorgung vorbereitet. Die Landwirtschaft habe im vergangenen Jahr infolge eines Taifuns weniger Getreide produzieren können, sagte Kim zum Auftakt eines mehrtägigen Treffens des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei in Pjöngjang. Die Nahrungssituation für die Menschen werde nun angespannt sein, zitierten ihn die Staatsmedien heute. Kim, der auch Parteichef ist, wies die Teilnehmer an, Maßnahmen zur Lösung des Problems zu ergreifen. Nach Schätzung der südkoreanischen Regierung fehlen dem Nachbarland in diesem Jahr bis zu 1,3 Millionen Tonnen Nahrungsmittel für eine halbwegs ausreichende Versorgung der Bevölkerung.

Corona-Impfung auch bei Hitze möglich

Hitze ist kein Hinderungsgrund für eine Corona-Impfung. Das erklärte die Kassenärztliche Vereinigung Hessen. Es gebe keine Studien, die darauf hinweisen würden, dass die Impfung zu Kreislaufproblemen führe, sagte KV-Sprecher Karl Matthias Roth. Auch die Lagerung und Kühlung der Impfstoffe sei sichergestellt. Das für die Impfkampagne in Hessen zuständige Innenministerium verwies auf die Möglichkeit zur ärztlichen Beratung auch in den Impfzentren, bei der Fragen zum Thema Hitze geklärt werden könnten. Zudem könne man dort nach der Spritze zunächst im Wartebereich Platz nehmen, um sich zu erholen und sicherzustellen, alles gut verkraftet zu haben.

Weinstein-Überstellung nach Los Angeles steht bevor

Der im Gefängnis sitzende Vergewaltiger und Ex-Filmmogul Harvey Weinstein könnte bald wegen weiterer Vorwürfe mehrerer Frauen nach Kalifornien gebracht werden. Ein Richter im Bundesstaat New York lehnte einen Antrag seiner Anwälte ab, der sich gegen den Transport gerichtet hatte, berichteten mehrere US-Medien. Demnach könnte eine Überstellung noch im Juni, eher aber im Juli anstehen. Ankläger in Kalifornien wollen Weinstein in Los Angeles den Prozess machen, das könnte ihm weitere Jahre in Haft einbringen. In dem Fall, durch den auch die #MeToo-Bewegung mit ausgelöst wurde, war er bereits zu 23 Jahren Haft verurteilt worden.

Bordelle in Brandenburg wieder geöffnet

Brandenburg erlaubt wieder Sex für Geld, der in Berlin allerdings verboten bleibt, schreibt die Bild-Zeitung. Zur Prostitution hatte man anfangs nichts geplant, gestand die Grünen-Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher. Ein Gericht in Niedersachsen hatte ein komplettes Verbot für unverhältnismäßig erklärt. Die geplante Beschränkung auf Sex mit nur einer Person gleichzeitig wurde gestrichen. Vor- und nach dem Sex muss man in Brandenburg Masken aufsetzen, weil man in einem solchen Etablissement in verschiedenen Räumen auch ganz andere Personen trifft, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke. Sex-Touristen aus Berlin befürchte er aber nicht. Bevor die Damen empfangen, muss aber ein Test- oder Impfnachweis gezeigt werden. Auch die Angabe der Kontaktdaten ist notwendig.
Eingangstür eines Bordells in Berlin - SNA, 1920, 31.05.2021
Bundesverband fordert Öffnung der Bordelle und Impfkonzept für Prostituierte
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