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Mehr Gewalt gegen Bahnbeschäftigte im Corona-Jahr 2020 registriert

© CC0 / jonasreichard Ein Zug der Deutschen Bahn
Ein Zug der Deutschen Bahn - SNA, 1920, 16.06.2021
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Vergangenes Jahr hat die deutsche Polizei mehr Gewaltdelikte gegen Zugbegleiter und andere Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter registriert als im Vorjahr, meldet die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch.
2020 habe es 2513 Gewaltdelikte gegen Angehörige der Deutschen Bahn AG sowie anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen gegeben, geht aus der von der DPA veröffentlichten Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Die Antwort beruht auf Daten der Bundespolizei.
Transparency International Logo (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.06.2021
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2019 wurden demnach 1954 solche Übergriffe auf Bahnbeschäftigte registriert. 2018 waren es nur 1514. Im Jahr 2021 waren es allein in den ersten vier Monaten bereits 897 Gewalttaten.
Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, sagte der DPA, dass 2020 die Gewaltbereitschaft bei Fahrgästen trotz sinkenden Fahrgastaufkommens zugenommen habe.
„Den Bahnbeschäftigten wurden mit der Durchsetzung der Maskenpflicht faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet“, so Zimmermann. „Sie tragen damit die Last öffentlicher Aufgaben, während ihnen die Vorteile einer Beschäftigung im Öffentlichen Dienst verwehrt bleiben.“
Aus der Sicht der Abgeordneten belegten die Zahlen, dass die Probleme schon vor der Pandemie begonnen hätten. Immer wieder entlade sich auch Frust über die Bahn in Gewalt gegen Beschäftigte.
Rund 20.000 Bahnmitarbeiter arbeiten der DPA zufolge mit Kundenkontakt. Körperliche Übergriffe gibt es immer wieder. Zu den Konfliktpunkten kam 2020 Streit um die Maskenpflicht im Zug dazu. Die Bahn hatte angekündigt, auf die oft angespannte Stimmung zu reagieren. Dazu dienten Trainings mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
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Einer 2019 veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag des Beamtenbunds dbb zufolge werden Beschäftigte bei Polizei, Rettungsdienst oder Nahverkehr häufig beschimpft oder angegriffen. Insgesamt hatten 48 Prozent der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nach eigenen Angaben bei der Arbeit schon einmal einen Übergriff auf sich erlebt. Beleidigungen kamen dabei am häufigsten vor, bei 89 Prozent der Betroffenen. Es folgen Anschreien (68 Prozent), körperliches Bedrängen (31 Prozent) und Schläge (17 Prozent).
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