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EU-Zustimmung der Deutschen geht teilweise zurück

© REUTERS / YVES HERMANEU-Flagge vor dem Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel
EU-Flagge vor dem Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel - SNA, 1920, 16.06.2021
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Das Ansehen der Europäischen Union hat laut einer Umfrage bei den Deutschen in letzter Zeit etwas gelitten. Generell sei die Zustimmung aber weiterhin hoch.
Nach Angaben der Heinrich-Böll-Stiftung meinen 34,6 Prozent der Befragten – und damit doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren – die Bundesrepublik könne ihre politischen Ziele besser ohne die EU erreichen. Die Autoren bringen die wachsende Enttäuschung auch mit der schleppenden Beschaffung von Corona-Impfstoffen in der EU und der insgesamt wirtschaftlich schlechteren Lage in Verbindung.
Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent hält den Beitrag Deutschlands zur EU für zu hoch, während 46,6 Prozent ihn für angemessen oder sogar niedrig halten. Damit ist der Anteil derjenigen, die den Beitrag für zu hoch halten, im Vergleich zum Vorjahr um knapp fünf Prozentpunkte gestiegen.
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Generell aber sehen 67,5 Prozent der Deutschen in der EU-Mitgliedschaft mehr Vor- als Nachteilte. Diese Werte sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Rein wirtschaftlich gesehen überwiegen für mehr als die Hälfte der Menschen eher Nutzen als Kosten.
Gefragt nach den wichtigsten Prioritäten in der Europapolitik der nächsten Bundesregierung, stand für die meisten Befragten eine gemeinsame EU-Asylpolitik (45,6 Prozent) an erster Stelle. Auch die Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit in der EU (40,4 Prozent) und die Einführung von EU-weiten sozialen Mindeststandards (37,1 Prozent) fanden viele Befragte wichtig. Als weniger relevant wurde die Einführung einer Gesundheitsunion (11,5 Prozent) oder einer europäischen Armee (14,1) betrachtet.
Für die Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut Civey im Mai 2021 online 5000 Personen ab 18 Jahren befragt. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,5 Prozent.
SB
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