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Gleitschirm-Flieger vor EM-Spiel im Stadion gelandet – Mehrere Verletzte

© REUTERS / ALEXANDER HASSENSTEINGleitschirm-Flieger vor EM-Spiel im Stadion gelandet, München, Deutschland, der 15. Juni 2021
Gleitschirm-Flieger vor EM-Spiel im Stadion gelandet, München, Deutschland, der 15. Juni 2021 - SNA, 1920, 16.06.2021
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Vor dem EM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft ist ein Greenpeace-Aktivist mit einem Motorgleitschirm Polizeiangaben zufolge auf dem Spielfeld in München gelandet, woraufhin zwei Verletzte in Krankenhäuser gebracht wurden.
Der Zwischenfall habe sich am Dienstag gegen 21.00 Uhr, kurz vor dem Anpfiff des Europameisterschaft-Fußballspiels, ereignet, teilten die Beamten auf ihrer offiziellen Webseite mit.
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Beim Landeanflug verletzte der 38-jährige Pilot mit Wohnsitz in Baden-Württemberg demnach zwei Männer und sei festgenommen worden.
Die Verletzten seien zur weiteren Abklärung in Krankenhäuser gebracht worden. Eine akute notärztliche Versorgung war laut der Polizei nicht erforderlich.
Deutsche Medien berichteten am Dienstag von einer Beleuchterin, die bei dem Vorfall Verletzungen erlitten habe. Außerdem soll technisches Equipment beschädigt worden sein.
Auf sozialen Netzwerken erschienene Aufnahmen zeigen, wie der Mann mit dem Motorgleitschirm zunächst über dem Stadion schwebt und versucht, einen großen gelben Ball in die Arena zu werfen.
Auf Höhe der oberen Ränge kam der Pilot ins Trudeln und schlug unsanft auf dem Rasen auf.
Auf dem gelben Schirm waren die Botschaft „Kick out oil“ (dt. „Schmeiß Öl raus“) sowie das Logo der Umweltschutzorganisation Greenpeace zu sehen. Diese äußerte sich auch auf Twitter.
„Hey Volkswagen, es ist Zeit, Öl rauszuschmeißen!“, hieß es. „Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen den Sponsor des Spiels und fordern: Hört auf, klimaschädliche Diesel- und Benzin-Autos zu verkaufen.“
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Später entschuldigten sich die Umweltaktivisten für die Aktion, bei der „nicht alles nach Plan gelaufen“ sei. Medienberichten zufolge sollte der Pilot gar nicht landen, sondern mit einem großen Latexball über das Stadion schweben. Der Ball hätte dann hinab sinken sollen.

Kritik seitens UEFA, Söder und DFB: „Das ist nicht hinnehmbar“

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verurteilte die gefährliche Gleitschirm-Aktion von Greenpeace scharf.
„Derjenige hat nicht nur sich, sondern auch andere gefährdet und verletzt. Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur Verbandssprecher Jens Grittner.
Der Vorgang werde jetzt bei der Polizei, den Behörden in München sowie dem europäischen Fußballverband UEFA geprüft. Der Zwischenfall „hätte wahrscheinlich auch noch weitaus schlimmer ausgehen können“.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte Konsequenzen an.

„Das ist kein Kavaliersdelikt“, sagte der CSU-Chef dem Bayerischen Rundfunk. „Das wird genau behandelt, das sind klare Verstöße.“

Laut einem UEFA-Statement hatte die „rücksichtslose und gefährliche“ Aktion „glücklicherweise“ keinen Einfluss auf das Fußballspiel.
„Dennoch wurden mehrere Menschen verletzt“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Verband.
Der französische Trainer Didier Deschamps, der nach Reuters-Angaben einem großen Gerät nahe der Spielerbank ausweichen musste, soll eigenen Angaben zufolge eine leichte Verletzung erlitten haben.
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Das Spiel endete mit einer 0:1-Niederlage der DFB-Auswahl gegen Weltmeister Frankreich.
Nächster deutscher Gegner ist am Samstag Titelverteidiger Portugal, der am Dienstag 3:0 gegen Ungarn siegte. Die Ungarn sind am 23. Juni dritter Kontrahent des DFB-Teams, das alle Vorrundenspiele in München bestreitet. Für Joachim Löw ist es das letzte Turnier als Bundestrainer.
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