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Nach „Entgleisungen“ bei Nato-Einsatz in Litauen: Bundeswehr zieht Panzergrenadierzug ab

© CC0 / U.S. Army / Visual Information Specialist Gertrud ZachBundeswehr-Soldat beim Nato-Einsatz „Enhanced Forward Presence“ (Archiv)
Bundeswehr-Soldat beim Nato-Einsatz „Enhanced Forward Presence“ (Archiv) - SNA, 1920, 16.06.2021
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Wegen Verdacht auf schweres Fehlverhalten unter deutschen Soldaten zieht die Bundeswehr einen ganzen Panzergrenadierzug aus dem Nato-Einsatz „Enhanced Forward Presence“ in Litauen am Donnerstag nach Deutschland ab. Dies gab das Bundesverteidigungsministerium auf Twitter bekannt.
Bei den Hauptbeschuldigten wird demzufolge eine fristlose Entlassung nach dem Soldatengesetz geprüft. In die Ermittlungen sei auch der Militärische Abschirmdienst (MAD) eingebunden.
Im Zuge der Untersuchung gibt es nach Angaben des Ministeriums auch weitere Verdachtsmomente, darunter ein „Munitionsfehlbestand in dreistelliger Höhe“.
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Das Einsatzführungskommando hat ein Ermittlerteam entsandt, das auch dem Verdacht auf Buchungsfehler bei einer Schießübung nachgehen solle, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums laut der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch der Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres sei nach Litauen gereist.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zufolge werden in Deutschland alle nötigen Ermittlungen und Verfahren weitergeführt und die Konsequenzen gezogen.
„Die Entgleisungen beschädigen das Ansehen der Bundeswehr und Deutschlands. Das wird mit aller Härte bestraft werden“, schrieb die CDU-Politikerin am Mittwoch auf Twitter.
Das Fehlverhalten einiger Soldaten im litauischen Rukla sei ein „Schlag ins Gesicht“ aller, die Tag für Tag in der Bundeswehr der Sicherheit in unserem Land dienten.
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Der Fall war erst durch einen „Spiegel“-Bericht öffentlich geworden. Demnach sollen auf einer Party in einem Hotel — einer sogenannten Erholungsmaßnahme — nach übermäßigem Alkoholkonsum rechtsradikale Lieder gesungen worden sein. Es soll auch Schlägereien gegeben haben.
Am gleichen Abend soll ein Soldat versucht haben, einem eingeschlafenen Kameraden seinen Penis in den Mund zu stecken. Die Szene wurde offenbar mit dem Handy gefilmt. Zudem soll am 20. April ein „Geburtstagsständchen“ für Adolf Hitler angestimmt worden sein.
Im Zusammenhang mit den Vorfällen geht die Bundeswehr laut der DPA von insgesamt zehn Beteiligten aus, ein Panzergrenadierzug besteht üblicherweise aus 34 Soldaten. Insgesamt sind in Litauen etwa 600 deutsche Soldaten im Einsatz.
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