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Spionage am Arbeitsplatz: IKEA in Frankreich zu Millionenstrafe verdonnert

© REUTERS / Stephane MaheIkea Logo (Symbolbild)
Ikea Logo (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.06.2021
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Ein französisches Gericht hat IKEA wegen illegaler Sammlung privater Daten von Hunderten von Mitarbeitern zu einer über eine Million Euro hohen Geldstrafe verurteilt. Darüber berichtet die französische Zeitung „Le Monde“ am Dienstag.
Ursprünglich forderte die Staatsanwaltschaft demnach zwei Millionen Euro Bußgeld von der französischen Tochtergesellschaft des schwedischen Möbelkonzerns, davon muss nun eine Million bezahlt werden. Laut „Le Monde“ soll IKEA Frankreich seit 2002 „ein System der Überwachung“ von Mitarbeitern und Kunden eingerichtet haben. Den ehemaligen Managern des Unternehmens wurde vorgeworfen, sich mithilfe der Sicherheitsfirma Eirpace illegal über Strafregister, Lebensstil und Vermögen ihrer Mitarbeiter informiert zu haben. Eirpace soll diese vertraulichen Daten angeblich aus Polizeiakten extrahiert haben.
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Jean-François Paris, der ehemalige „Mr. Security“ der französischen IKEA-Filliale, gab „Le Monde“ zufolge zu, „Massenkontrollen“ von Mitarbeitern durchgeführt zu haben. Demnach wurde er zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und 10.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Der ehemalige Vorsitzende und CEO von IKEA Frankreich, Jean-Louis Baillot, erhielt zwei Jahre auf Bewährung und eine Geldstrafe von 50.000 Euro.
Zum Angang des Prozesses hatte der französische TV-Sender BFM berichtet, dass die Firma durch die illegale Sammlung privater Daten sicherstellen wollte, dass sie keine „Diebe“ oder „Terroristen“ einstellt.
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