Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Flaggenmarsch rechtsextremer Israelis in Ost-Jerusalem geplant – Palästinenser drohen mit Vergeltung

© SNA / Alexej Kudenko / Zur BilddatenbankIsraelische Flagge (Archiv)
Israelische Flagge (Archiv) - SNA, 1920, 15.06.2021
Abonnieren
Israelische Nationalisten wollen laut der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag mit Staatsflaggen durch Ost-Jerusalem ziehen, was die Palästinenser als Provokation bezeichnet haben.
Der Marsch ist für 18.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MESZ) anberaumt. Die offizielle Route wurde nach Angaben der Agentur noch nicht bekanntgegeben.
Benjamin Netanjahu (Archiv) - SNA, 1920, 13.06.2021
Ende der Netanjahu-Ära: Mehrheit im Parlament stimmt für Israels neue Regierung
Palästinensische Gruppen riefen wegen des Flaggenmarsches zu einem „Tag des Zorns“ in Gaza und in dem von Israel besetztem Westjordanland auf. Der palästinensische Ministerpräsident Mohammad Shtayyeh bezeichnete in einem Twitter-Beitrag in der Nacht zum Dienstag den Marsch als „Provokation und Aggression gegen unser Volk“ sowie gegen Jerusalem und seine heilige Stätten.
Der UN-Sonderkoordinator für den Nahen Osten, Tor Wennesland, rief auf Twitter alle Beteiligten dazu auf, „verantwortungsvoll zu handeln“ und „jegliche Provokationen zu vermeiden, die zu einer weiteren Runde der Konfrontation führen“ könnten.
Die israelische Grenzpolizei soll ihre Präsenz in der Jerusalemer Altstadt verstärkt haben, schreibt am Montag die „Jerusalem Post“. Außerdem sei die Alarmbereitschaft für die Luftabwehrsysteme „Iron Dome“ erhöht worden, nachdem die Hamas-Bewegung mit einer Antwort auf den Flaggenmarsch in Jerusalem gedroht habe. Im Mai seien nach ähnlichen Drohungen Raketen in Richtung Jerusalems abgefeuert worden.
Ursprünglich sollte der Marsch am 10. Mai anlässlich des sogenannten Jerusalem-Tags stattfinden, wobei die Demonstrierenden durch das muslimische Viertel in der Jerusalemer Altstadt ziehen sollten.
Israelische Soldaten nahe der Grenze zum Gazastreifen - SNA, 1920, 02.06.2021
Nach Konflikt mit Hamas: Israel will bei USA finanzielle Militärhilfe beantragen
Die Route wurde aber geändert, um diesen Stadtteil auszuschließen. Rechte Israelis warfen dann der Regierung vor, sie habe der im Gazastreifen herrschenden Hamas nachgegeben.

Gewaltsame Eskalation

Nach Spannungen in Jerusalem am 10. Mai feuerten Kämpfer der Hamas im Gazastreifen zahlreiche Raketen in Richtung Jerusalem ab. Damit begann eine elftägige gewaltsame Auseinandersetzung, wobei nach Einschätzung der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet 270 Palästinenser in Gaza, dem Westjordanland und Ostjerusalem ums Leben kamen, darunter 68 Kinder. In Israel sollen 13 Menschen getötet worden sein. Die Gefechte waren die schwersten zwischen der Hamas und dem israelischen Militär seit Jahren
Israel hatte den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems 1967 erobert. Die Palästinenser sehen ihn als künftige Hauptstadt, Israel beansprucht dagegen ganz Jerusalem als Hauptstadt.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала