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„Hart“ und „klug“: Biden bezeichnet Putin als „würdigen Gegner“

© REUTERS / KEVIN LAMARQUEUS-Präsident Joe Biden
US-Präsident Joe Biden - SNA, 1920, 15.06.2021
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US-Präsident Joe Biden hat am Montag den russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz in Brüssel als „würdigen Gegner“ bezeichnet. Außerdem ist er laut Biden „hart“ und „klug“.
Der US-Präsident drückte die Hoffnung aus, dass Putin „Interesse daran zeigen wird, die Wahrnehmung zu ändern, die die Welt von ihm hat, dass er zu einem Verhalten tendiert, das eher mit dem übereinstimmt, was als angemessenes Verhalten für ein Staatsoberhaupt angesehen wird“.
Zudem fragte ein Reporter Biden, ob er seinen russischen Amtskollegen noch für einen „Mörder“ halte (er bezeichnete Putin so Mitte März in einem Fernsehinterview), und teilte ihm auch Putins Reaktion darauf mit. Darauf reagierte der Kremlchef damals ziemlich gelassen, er lachte und wünschte dem amerikanischen Präsidenten, er möge „gesund bleiben“.
„Ich lache auch“, antwortete Biden seinerseits.
„Die Antwort ist: Ich glaube, er hat in der Vergangenheit im Wesentlichen zugegeben, dass es bestimmte Dinge gibt, die er tun würde oder getan hat. Aber sehen Sie, als mir diese Frage während der Sendung gestellt wurde, habe ich sie ehrlich beantwortet, aber es ist nicht viel (…). Ich glaube nicht, dass es in Bezug auf dieses nächste Treffen, das wir haben werden, eine große Rolle spielt“, sagte er abschließend.
Beide Präsidenten treffen sich am Mittwoch in Genf zu ihrem ersten gemeinsamen Gipfeltreffen. Auf dem Gipfel, der der letzte Teil von Bidens Europareise sein soll, werden sie wichtige Fragen der bilateralen Beziehungen und Fragen der internationalen Agenda erörtern. Putin und Biden hatten sich bereits zuvor kennengelernt, als Biden vor zehn Jahren als Vizepräsident der Obama-Regierung diente.
 Wladimir Putin trifft Joe Biden in Moskau (Archivfoto) - SNA, 1920, 12.06.2021
Vor Gipfel mit Biden: Putin sieht Verhältnis zu USA auf Tiefpunkt

„Mörder“-Kommentar

US-Präsident Joe Biden hatte Mitte März in einem Interview mit dem TV-Sender „ABC News“ gesagt, dass er den russischen Präsidenten Wladimir Putin für einen „Mörder“ halte.
„Mmm (…), hmm (…). Das tue ich“, hatte er damals zugestanden. Er drohte zudem, Putin für die angebliche Einmischung Russlands in die US-Wahl 2020 einen „Preis“ zahlen zu lassen.
Putin wünschte seinem 78-jährigen Amtskollegen, gesund zu bleiben, und erinnerte sich dabei an einen Spruch aus der eigenen Kindheit. „Als wir Kinder waren und im Hof miteinander stritten, sagten wir: ‚Wie man jemanden beleidigt, so heißt man auch selbst‘“, sagte Putin. „Wir sehen in einem anderen Menschen unsere eigenen Eigenschaften und denken, dass er genauso ist wie wir“, erklärte er abschließend seinen Scherz.
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