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„Weitgehend vergessen": Bundespräsident erinnert an sowjetische Kriegsgefangene

© REUTERS / Pool / John MacdougallBundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier - SNA, 1920, 14.06.2021
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Vor dem 80. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion 1941 hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier des Schicksals der sowjetischen Kriegsgefangenen gedacht. Er besuchte am Montag das ehemalige Gefangenenlager Sandbostel im Norden Niedersachsens.
Für Steinmeier begann damit eine Reihe von Veranstaltungen, um an den – wie er sagte – „verbrecherischen Angriffskrieg“ zu erinnern.
Mittelpunkt des Gedenkens werde am kommenden Freitag eine Rede in der Berliner Gedenkstätte Karlshorst sein, kündigte Steinmeier laut DPA an. Diese Gedenkstätte wird von Russland, Belarus, der Ukraine und Deutschland getragen. Die Botschafter dieser Länder und aller osteuropäischen Staaten seien eingeladen. Gerade Russland und die Ukraine blicken mittlerweile sehr unterschiedlich auf den Krieg und seine Folgen. Steinmeier mahnte, „dass wir nicht die Geschichte gegen andere, gegen Nachbarn instrumentalisieren“.

Vergessene Kriegsgefangene

Das nationalsozialistische Deutschland hatte am 22. Juni 1941 die Sowjetunion angegriffen. Diese verlor im Krieg etwa 27 Millionen Menschen, so viele wie kein anderes Land. Allein drei Millionen sowjetische Soldaten starben in deutscher Gefangenschaft.
„Dieser Besuch gilt einer Opfergruppe, die auch in der deutschen Erinnerung weitgehend vergessen worden ist“, sagte Steinmeier in Sandbostel im Landkreis Rotenburg.

„Dieses Sterben hat nicht irgendwo in weiter Ferne stattgefunden.“

Unter den mehreren Hunderttausend Kriegsgefangenen des dortigen Lagers im Zweiten Weltkrieg waren etwa 70.000 sowjetische Soldaten. Tausende von ihnen starben an Misshandlungen, Zwangsarbeit, Krankheit und Hunger. Das Staatsoberhaupt legte für sie auf dem Lagerfriedhof einen Kranz nieder.
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