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Institut für Friedensforschung besorgt über wachsende Atomarsenale in der Welt

Rakete (symbolbild) - SNA, 1920, 14.06.2021
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Die Nuklearmächte haben im Jahr 2020 die Zahl stationierter Gefechtsköpfe gesteigert, geht aus dem jüngsten Bericht des Stockholmer Internationalen Instituts für Friedensforschung (Sipri) über den aktuellen Stand der Rüstungen, der Abrüstung und der internationalen Sicherheit hervor.
Das Stockholmer Internationale Institut für Friedensforschung (Sipri) schreibt in einem Bericht:
„Schätzungen zufolge ist die Zahl der nuklearen Gefechtsköpfe, die bis jetzt zusammen mit operativen Kräften stationiert wurden, auf 3825 gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es 3720.“
Das unabhängige Analysezentrum Sipri wurde 1966 gegründet und ist im Bereich Konflikte, Rüstungen, Rüstungskontrolle und Abrüstung tätig.
Laut Sipri-Forschern war Anfang 2021 eine Verringerung der Zahl der nuklearen Gefechtsköpfe zu beobachten, die die Nuklearmächte besitzen: „Neun Atommächte – die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea haben Anfang 2021 schätzungsweise insgesamt 13.080 Stück Nuklearwaffen besessen.“ Nach seinen Angaben waren es Anfang vorigen Jahres 13.400 Stück Nuklearwaffen.
F-35B Lightning auf der Landebahn des Flugzeugsträgers „HMS Queen Elizabeth“. - SNA, 1920, 16.03.2021
Großbritannien will sein Atomwaffenarsenal aufstocken
Rund 2000 stationierte Gefechtsköpfe – fast alle davon gehören Russland oder den USA – befanden sich in erhöhter Gefechtsbereitschaft. Trotz der Tatsache, dass die beiden Länder ihre nuklearen Arsenale weiter reduziert hätten, habe jedes der Länder zu Jahresbeginn jeweils rund 50 stationierte Gefechtsköpfe gehabt – mehr als ein Jahr zuvor, heißt es im Bericht. Russland hat sein gesamtes Atomarsenal etwa um 180 Gefechtsköpfe vergrößert – vor allem durch die Aufstellung einer großen Zahl bodengestützter ballistischer Interkontinentalraketen mit trennbaren Gefechtsköpfen sowie von seegestützten ballistischen Raketen.
Zugleich seien die stationierten strategischen Nuklearkräfte der beiden Länder innerhalb der Grenzen geblieben, die im Vertrag über Maßnahmen zur weiteren Reduzierung und Einschränkung strategischer Offensivwaffen (START-3) aus dem Jahr 2010 festgelegt waren. Allerdings wird die Gesamtmenge nuklearer Gefechtsköpfe nicht durch den Vertrag eingeschränkt.
Der assoziierte Mitarbeiter des Sipri-Programms für nukleare Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtweiterverbreitung, Hans M. Kristensen, sagte dazu:

„Wie es scheint, nimmt die Gesamtzahl der Gefechtsköpfe in den weltweiten Atomwaffenbeständen jetzt zu. Das ist ein besorgniserregendes Zeichen dafür, dass die abnehmende Tendenz, die seit dem Ende des kalten Krieges für die weltweiten Nukleararsenale charakteristisch war, ins Stocken geraten ist.“

Nach Sipri-Angaben entfallen mehr als 90 Prozent des weltweiten Atomwaffenbestände auf Russland und die USA.
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