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Bundeswehr ermittelt gegen Soldaten nach eskalierter Party im Nato-Übungscamp in Litauen

© CC0 / Bundeswehr / Wikimedia CommonsTruppenfahne der Bundeswehr (Symbolbild)
Truppenfahne der Bundeswehr (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.06.2021
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Die Bundeswehr hat offizielle Ermittlungen gegen drei bei einer Nato-Mission in Litauen stationierte Soldaten eingeleitet. Diesen werden Mobbing, Androhung von Gewalt, sexuelle Nötigung sowie Antisemitismus vorgeworfen. Darüber berichtet „Der Spiegel“ am Montag.
Ermittelt wird nach „Spiegel“-Angaben gegen mehrere Bundeswehr-Soldaten in Litauen, drei davon wurden bereits nach Deutschland zurückgeschickt. Diese werden angeblichen Mobbings, Androhung von Gewalt, sexueller Nötigung sowie Antisemitismus verdächtigt. All dies soll das Ergebnis einer ausgelassenen Feier sein, die Ende April in einem Hotel in der Region Rukla stattfand, schreibt „Der Spiegel“.
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In dem Hotel erholten sich die Verdächtigten nach gemeinsamen Manövern mit ihren litauischen und internationalen Partnern und sollen trotz einem grundsätzlichen Verbot im Nato-Camp exzessiv Alkohol konsumiert haben. Dies führte dem „Spiegel“ zufolge dazu, dass sich einige Soldaten eine Schlägerei lieferten und antisemitische Lieder sangen. Ein Zeuge soll zudem gefilmt haben, wie ein Soldat seinem völlig betrunken eingeschlafenen Kameraden seinen Penis in den Mund zu stecken versuchte.
Wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos gegenüber dem Blatt kommentierte, nehme man alle Vorwürfe „sehr ernst“, und bestätigte, es gehe um „Äußerungen rechtsradikaler und antisemitischer Natur“, „Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ sowie „Diskriminierung einer Soldatin aufgrund ihres Geschlechts“. Er betonte zudem, ein solches Verhalten habe „in der Bundeswehr keinen Platz“, und versprach dienst- sowie strafrechtliche Konsequenzen, sollten sich die Vorwürfe bestätigen.
Die Soldaten sollen an der Mission „Enhanced Forward Presence“ (EFP) in Litauen beteiligt sein, die Teil der Nato-Abschreckung gegenüber Russland ist. Seit 2017 bilden mehrere hundert deutsche Soldaten in Litauen lokale Einheiten aus und führen gemeinsame Übungen durch, um im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit zu sein, so „Der Spiegel“.
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