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Brandstiftung in Migrantenlager Moria: Vier afghanische Asylbewerber zu zehn Jahren Haft verurteilt

© REUTERS / ALKIS KONSTANTINIDISEine Luftaufnahme des zerstörten Flüchtlingslagers Moria, Anfang Juni 2021
Eine Luftaufnahme des zerstörten Flüchtlingslagers Moria, Anfang Juni 2021 - SNA, 1920, 13.06.2021
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Ein Gericht in Griechenland hat vier afghanische Asylbewerber, die wegen Brandstiftung im Migrantencamp Moria im vergangenen Jahr angeklagt wurden, zu jeweils zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Dies berichtete der griechische Staatssender ERT. Der Brand hatte das Flüchtlingslager vernichtet.
Die Männer wurden am Samstag für schuldig befunden, nachdem ein Gericht einen Antrag von Anwälten abgelehnt hatte, drei von ihnen vor ein Jugendgericht zu stellen, weil sie zu der Zeit unter 18 Jahre alt waren. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Die vier Angeklagten gehörten zu den sechs Afghanen, die nach dem Brand von der Polizei festgenommen worden waren. Die sechs Männer und Jugendlichen aus Afghanistan sollen Feuer gelegt haben, um die Umsiedlung des Lagers auf das Festland zu veranlassen. Die beiden anderen wurden bereits im März zu jeweils fünf Jahren Gefängnis verurteilt.
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Das größte Flüchtlingslager Griechenlands, Moria, auf der Insel Lesbos, war bei einem Großbrand Anfang September 2020 zerstört worden. Über 12.500 Flüchtlinge und Migranten wurden wegen des Feuers vertrieben.
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Nach Angaben der griechischen Regierung halten sich auf den griechischen Inseln in der Ost-Ägäis nur noch rund 9600 Migranten auf – im April 2020 soll es 40.000 Flüchtlinge und Migranten beherbergt haben. Auf der Insel Lesbos leben derzeit rund 6500 Migranten. Der Rückgang sei auf die Maßnahmen der Regierung zurückzuführen, vor allem Ältere, Kranke und Familien von den Inseln aufs Festland zu holen, sowie auf wenigere Neuankünfte aus der Türkei.
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