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Erstmals seit Jahren: Zahl offener Haftbefehle in Deutschland rückläufig

Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.06.2021
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Die Anzahl der offenen Haftbefehle ist in Deutschland deutlich gesunken. Allerdings sind noch immer mehr als 170.000 gesuchte Menschen auf freiem Fuß. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen.
Mit Stand 31. März 2021 waren 173.407 Personen zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Jahr zuvor waren es noch 192.801 nicht vollstreckte Haftbefehle. Bis 2020 war die Zahl der gesuchten Straftäter ständig gestiegen. Die Polizei kam nicht hinterher.
In den meisten Fällen geht es um Festnahmen aufgrund einer Straftat, aufgrund eines Nichterscheinens zum Gerichtstermin oder zum Haftantritt sowie um Fälle von bevorstehenden Abschiebungen. In einigen Fällen stehen aber auch gewaltbereite Extremisten auf den Fahndungslisten.
Besonders stark war der Rückgang der Zahl der offenen Haftbefehle demnach in Nordrhein-Westfalen (von 32.908 auf 25.831 Fälle) und Baden-Württemberg (von 21.724 auf 12.910 Fälle). Mit 32.919 offenen Haftbefehlen sind in Bayern mit Abstand am meisten Personen im polizeilichen Informationssystem zur Fahndung ausgeschrieben.

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Laut Antwort der Bundesregierung sind auch 602 Rechtsextremisten zur Fahndung aufgrund eines nicht vollstreckten Haftbefehls ausgeschrieben. Nicht immer werden diese allerdings aufgrund einer politischen Straftat gesucht. Insgesamt sind zum Stichtag 31. März 2021 sogar Haftbefehle von 7611 politisch motivierten Straftätern nicht vollstreckt.
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Das meiste, so hob die Bundesregierung in der Antwort hervor, gehe jedoch auf Fahndungen ausländischer Behörden zurück, etwa Islamisten, die mutmaßlich in Syrien an der Seite von Terrorgruppen gekämpft haben sollen.
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