Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Abwasser als Corona-Frühwarnsystem: Deutsche Forscherin drängt auf Umsetzung

© CC0 / pixabay/5056468Kläranlage (Symbolbild)
Kläranlage (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.06.2021
Abonnieren
Das kommunale Abwasser kann laut Forschern als Indikator für das Infektionsgeschehen dienen und Daten liefern, die nur über das Gesundheitssystem allein nicht erbracht werden können. Susanne Lackner von der TU Darmstadt setzt sich für eine flächendeckende Nutzung dieses Ansatzes ein, mit dem sich potentielle Infektionsherde früh erkennen lassen.
Nach Einschätzung des europaweit tätigen Referenzlabors lässt sich die Entwicklung der Corona-Pandemie zuverlässig im Abwasser verfolgen. Laut Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt, liegt es jetzt an der Politik, diese Möglichkeit flächendeckend zu nutzen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 10.06.2021
Merkel hält Corona-Fallzahlen in Deutschland für „extrem erfreulich“
„Die Technik ist ausgereift, die Methoden stehen – das System könnte jederzeit etabliert werden. Es fehlt eigentlich nur am politischen Willen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Laut Lackner haben Forscher weltweit bewiesen, dass Kläranlagen als Frühwarnsystem dienen können.
„Grundsätzlich sieht man im Abwasser die Entwicklung früher als im medizinischen Bereich. Der Vorsprung beträgt je nach Technik zwischen vier und zehn Tagen.“
Sehen kann man Lackner zufolge vor allem zwei Dinge: Das eine ist, ob mehr oder weniger Menschen infiziert sind. Das andere ist, welche Varianten des Coronavirus im Umlauf sind.
Dafür werden Proben genutzt, die in allen Kläranlagen routinemäßig aus dem Zufluss entnommen werden. Solche Ansätze seien in der Vergangenheit auch schon erfolgreich für das Monitoring von Polio-Viren eingesetzt worden, betonte Lackner.
Die TU Darmstadt hat Proben von etwa 50 Kläranlagen aus ganz Europa analysiert und koordiniert die beiden hessischen Pilotprojekte in Frankfurt und Wiesbaden. Das Projekt „Abwa-SARS“ der TU Darmstadt läuft bereits seit Juni 2020.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала