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„Schlafen Sie nicht ein“: Trump gibt Biden Tipp für Treffen mit Putin

© AFP 2021 / MELISSA SUE GERRITSEx-Präsident der USA, Donald Trump, Juni 2021
Ex-Präsident der USA, Donald Trump, Juni 2021 - SNA, 1920, 11.06.2021
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Kurz vor dem Treffen von US-Präsident Joe Biden mit Wladimir Putin gibt Donald Trump seinem Vorgänger Tipps in spöttischer Manier und lässt ihn Grüße an den russischen Präsidenten übermitteln.
„Viel Glück für Biden im Umgang mit Präsident Putin – schlafen Sie während des Treffens nicht ein, und bitte richten Sie ihm meine herzlichsten Grüße aus!“, teilte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer von der Deutschen Presse-Agentur zitierten Erklärung mit. Biden und Putin kommen am Mittwoch nächster Woche in Genf zusammen.
Trump behauptete jetzt, er habe mit Putin in Helsinki vor knapp drei Jahren „ein großartiges und sehr produktives Treffen“ gehabt. Dabei hätten die USA viel gewonnen, „einschließlich des Respekts von Präsident Putin und Russlands“. Auch äußerte sich Trump über die US-Demokratische Partei und Hillary Clinton, die gegen ihn bei den Wahlen verloren hatte, und meinte, dass die Vereinigten Staaten wegen des von ihnen „erfundenen und bezahlten falschen Russland-Bildes“ in einer nachteiligen Position seien, was er aber trotzdem überwunden habe.
US-Präsident Joe Biden  - SNA, 1920, 09.06.2021
Sinnbild geht schief: Biden „seit 50 Jahren“ in Vorbereitung auf erste Auslandsreise – Sprecherin
Im Wahlkampf hatte Trump Biden als „schläfrigen Joe“ verspottet. Bis heute erkennt Trump den Sieg seines demokratischen Rivalen nicht an und sieht sich durch Betrug um seinen Sieg gebracht. Sein Lager ist allerdings mit Dutzenden Klagen deswegen gescheitert.
Während seiner Amtszeit wurde Trump immer wieder wegen seines Kurses gegenüber Putin kritisiert. Sein Auftritt in Helsinki hatte in den USA sowohl unter Konservativen als auch unter Republikanern für Empörung gesorgt, weil er gesagt hatte, er habe keinen Grund zu glauben, dass Russland sich in die US-Wahlen eingemischt und damit Erkenntnisse seiner eigenen Geheimdienste infrage gestellt habe.
Biden hatte Trump im Wahlkampf als „Putins Welpen“ bezeichnet und einen konfrontativeren Kurs gegenüber Moskau angekündigt. Zum Auftakt seiner ersten Europareise hatte Biden am Mittwoch gesagt, die USA suchten nicht den Konflikt mit Russland, sondern „eine stabile, vorhersehbare Beziehung.“ Jedoch drohte er Moskau mit Konsequenzen bei „schädlichen Handlungen“.

Bidens erste Auslandsreise

Bei seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident ist Biden derzeit in Großbritannien, wo er bis Sonntag dem G7-Gipfel beiwohnen wird. Am Montag nimmt er am Nato-Gipfel in Brüssel teil, wo am Tag darauf ein Spitzentreffen mit EU-Vertretern auf dem Programm steht. Am kommenden Mittwoch ist dann das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen Bidens mit Putin angesetzt, bevor der US-Präsident nach Washington zurückkehrt.
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