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Umweltschützer gegen Pipeline: Kanadas Regierung bedauert Baustopp von Keystone XL

© AP Photo / Danny JohnstonRöhre für die Pipeline Keystone XL (Archivbild)
Röhre für die Pipeline Keystone XL (Archivbild) - SNA, 1920, 11.06.2021
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Der kanadische Öl- und Gasförderer TC Energy hat mitgeteilt, den Bau der Ölleitung Keystone XL endgültig einzustellen. Die kanadische Regierung bedauert den Schritt und verspricht Hilfen für die am Pipelineprojekt beteiligte Belegschaft.
Ex-US-Präsident Barack Obama hatte den Bau der Pipeline wegen Umweltbedenken untersagt, sein Nachfolger Donald Trump genehmigte den Bau aufs Neue, bis der jetzige US-Präsident, Joe Biden, die Genehmigung wieder zurückzog. Dies ist auch der Grund für den endgültigen Baustopp, wie der Projektbetreiber auf seiner Website erklärt: „Nach einer umfassenden Prüfung aller Optionen und in Rücksprache mit ihrem Partner, der Regierung Albertas, hat TC Energy beschlossen, das Pipelineprojekt Keystone XL einzustellen. Die Bautätigkeit wurde bereits nach der Rücknahme der Genehmigung am 20. Januar 2021 ausgesetzt.“

Pipeline mit Netto-Null-Emissionen

Für die Umweltschützer ist der Baustopp ein großer Erfolg. Sie haben sich massiv, auch gerichtlich, gegen die Pipeline eingesetzt, die in ein bestehendes Leitungssystem eingebaut werden sollte, um mehr Erdöl durch die kanadische Provinz Alberta in die Vereinigten Staaten zu bringen.
the Baltic Pipe - SNA, 1920, 03.06.2021
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Die kanadische Regierung hingegen nimmt das Ende des Projekts mit Bedauern auf: „Die Mitteilung von TC Energy folgt auf die enttäuschende Entscheidung von Präsident Biden, die Genehmigung für Keystone XL zu Beginn dieses Jahres aufzuheben. Kanada hatte dieses Projekt unterstützt“, sagte ein Sprecher des kanadischen Ministeriums für Umweltressourcen gegenüber SNA. Jetzt gehe es der Regierung darum, Hilfen für die Arbeiter in Alberta und ganz Kanada bereitzustellen.
Umweltschützer, die sich gegen das Projekt stark machten, fürchteten mögliche Lecks und die Freisetzung klimaschädlicher Treibhausgase durch die Pipeline. TC Energy erklärt auf seiner Website allerdings, im Zuge des Pipelineprojekts einen Betriebsplan, „den ersten seiner Art“, entwickelt zu haben, wie die Erdölleitung „über den gesamten Lebenszyklus hinweg mit Netto-Null-Emissionen“ hätte betrieben werden können. Diese Erfahrung werde man nun in andere Projekte einfließen lassen.
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