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Habeck hält Kanzler-Ambitionen der Grünen für „richtig und notwendig“

© REUTERS / POOLGrünen-Vorsitzender Robert Habeck
Grünen-Vorsitzender Robert Habeck  - SNA, 1920, 11.06.2021
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Dreieinhalb Monate vor der Bundestagswahl hat der Grünen-Parteivorsitzende Robert Habeck trotz des aktuellen Stimmungstiefs die Ambitionen seiner Partei auf das Kanzleramt verteidigt. Zugleich räumte er Fehler im Wahlkampf ein.
„Es ist uns nicht gut gelungen, den Rückenwind selber zu erzeugen“, sagte Habeck am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“ mit Blick auf die zuletzt gesunkenen Umfragewerte der Grünen. Vielmehr habe die Partei einen starken Gegenwind abbekommen.
Er verneinte die Frage, ob das vielleicht ein Fehler gewesen sei, so stark auf das Kanzleramt zu zielen: „Nein, das war kein Fehler (…) Das war notwendig und richtig.“ „Wir haben uns drei Jahre auf diesen Moment vorbereitet. Es wäre albern zu sagen, dann wollen wir nicht anführen“, betonte Habeck.
Es gebe natürlich keine Garantie dafür, dass es gelinge, als erste dritte Partei neben SPD und Union erfolgreich um das Kanzleramt zu kämpfen. „Aber dass wir darum kämpfen müssen, dass wir unserem eigenen Anspruch genügen müssen, das ist ja auch klar.“
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Auf die Frage, ob strenge Forderungen beim Umweltschutz manche Wähler abschrecken könnten, sagte Habeck: „Das ist unser Erfolgsrezept gewesen, dass wir klare Kante fahren, dass wir ambitionierte Programmpunkte aufstellen und auch die Wahrheit aussprechen.“ Es sei nun wichtig, zu „erklären, warum Veränderung der einzige Weg ist, dass wir Stabilität, Halt, Vertrauen in die Handlungsfähigkeit bekommen, auch klimaneutralen Wohlstand schaffen.“

Parteitag soll nur Umsetzbares beschließen

„Wir wollen nicht in die dämliche Polarität der Vergangenheit reingehen, entweder eine Volkspartei werden, die für nichts steht und auch nichts umsetzt, oder eine kleine radikale Minderheitenpartei zu sein. Das ist die Politik der Vergangenheit“, so der Grünen-Parteivorsitzende.
Die Grünen treffen sich von Freitag an mit 800 Delegierten zu einem dreitägigen digitalen Parteitag, unter anderem um das Wahlprogramm zu beschließen und Co-Parteichefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin zu bestätigen. Vor dem Parteitag hatte Habeck die Delegierten vor unrealistischen Forderungen gewarnt.
„Der Wahlkampf ist ein sehr besonderer. Da sollte möglichst wenig schief gehen“, sagte Habeck dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Was wir beschließen, sollte umsetzbar sein. Wenn wir wissen, dass etwas nicht klappen kann, sollten wir es nicht beschließen“, zitiert ihn die DPA. Vom Parteitag verspricht sich Habeck eine „fulminante“ Unterstützung für Baerbock und ein „starkes Signal“ der Solidarität.
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