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Geheimtreffen der AfD offenbar mitgeschnitten: „Flügel“-Strukturen sollen wiederbelebt werden

© AP Photo / Monika Skolimowskaein Teilnehmer einer Veranstaltung der Partei AfD in der Sachsen Arena in Riesa trägt eine Mütze mit dem Logo der Partei. 13. Januar 2019.
ein Teilnehmer einer Veranstaltung der Partei  AfD in der Sachsen Arena in Riesa trägt eine Mütze mit dem Logo der Partei. 13. Januar 2019. - SNA, 1920, 11.06.2021
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Die Strukturen des als rechtsextrem eingestuften AfD-„Flügels“ sollen Medienberichten zufolge wiederbelebt werden. Ein Mitschnitt eines geheimen Treffens von Parteimitgliedern liege dem „WDR“ und „NDR“ vor.
Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) will laut den Sendern „WDR“ und „NDR“ die Strukturen ihres als rechtsextrem eingestuften „Flügels“ offenbar wieder in Niedersachsen neu aufstellen. Das soll ein heimlicher Mitschnitt eines Treffens von etwa 40 niedersächsischen AfD-Politikern in einem Gasthof in Verden an der Aller dokumentieren. Das Material liege den Sendern vor.
Der Mitschnitt ist laut „Tagesschau“ von einem AfD-Parteimitglied aufgenommen worden, das sich auf die Veranstaltung eingeschleust hat, um herauszufinden, was auf dem Treffen geschieht. Mehrere Mitglieder des Vorstandes der niedersächsischen AfD sowie mehrere Bundestagsabgeordnete hätten sich an dem Treffen beteiligt. So auch der frühere AfD-Landesvorsitzende Armin-Paulus Hampel, wie er gegenüber der „Tagesschau“ bestätigt haben soll.
Auf Anfrage habe er erklärt, dass es sich lediglich um ein „Motivationstreffen der Basis“ gehandelt habe. Mitnichten sei es um die Wiederbelebung des „Flügels“ gegangen. Als ein Redner die Auflösung des „Flügels“ bedauerte, habe Hampel ihm widersprochen. Der dreistündige Mitschnitt zeige jedoch keinen inhaltlichen Widerspruch des AfD-Manns.
Berichten zufolge habe sich der ehemalige „Flügel“ in Niedersachsen wohl eine neue Organisationsstruktur gegeben, was der Mitschnitt bestätige. „Ich beglückwünsche uns dazu, dass wir die alten Flügel-Strukturen wieder reaktiviert haben“, habe ein Teilnehmer gesagt. Es solle sich um eine „Parallelstruktur“ handeln, die „zu 100 Prozent“ an den Kreisverbänden vorbeigehen soll. Ziel der neuen Strukturen sei es, darüber Mehrheiten zu gewinnen.
Laut dem Bericht der „Tagesschau“ wurden nun im Nachhinein die Organisations- und Arbeitsweisen des Rechtsaußen-Netzwerks in der AfD deutlich. So habe ein Teilnehmer nach der Wahl von Regionalkoordinatoren erklärt, dass diese Strukturen nun Vernetzungsarbeit leisten sollen, von der die Partei „wenn möglich nichts mitbekommen“ solle.
Bundessprecher Jörg Meuthen sagte Medienberichten zufolge, dass der AfD-Parteivorstand am Freitag das Thema ansprechen wolle. Einige Vorstände würden der Angelegenheit große Sprengkraft beimessen. Der AfD-Parteivorstand drängte den „Flügel“ vor rund einem Jahr zur Auflösung, um eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu verhindern.
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