Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

30 Jahre Mülltrennung in Deutschland: Entsorger fordern neuen Kurs

© CC0 / pixabay/Alexas_FotosKaffee-To-Go-Becher (Symbolbild).
Kaffee-To-Go-Becher (Symbolbild). - SNA, 1920, 11.06.2021
Abonnieren
Auch 30 Jahre nach Festlegung erster bundesweiter Regeln zur Mülltrennung landen Mehrschicht-Verpackungen oft in Müllverbrennungsanlagen, statt als Sekundärrohstoffe wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt zu werden. Deutschlands Entsorgungsbranche fordert neue Impulse, um die Kreislaufwirtschaft in Schwung zu bringen.
„Der Kunststoff, den wir einsammeln, ist teilweise nur schwer zu verarbeiten, weil die Verpackungen aus verschiedenen Bestandteilen bestehen, die miteinander verklebt sind“, monierte der Chef der Entsorgungsfirma Alba, Axel Schweitzer, laut DPA.
Recycling-Gelände in Russland - SNA, 1920, 09.12.2020
Abfall-Recycling: Russische Unis locken ausländische Studenten mit Know-How
Das treffe insbesondere auf Plastikschalen zu, in denen Wurst oder Käse aufbewahrt sind, oder auch auf mit Pappe ummantelte und mit einer Alufolie verschlossene Kunststoffbecher. Solche Verpackungen seien in Sortieranlagen nicht oder nur sehr aufwendig zu trennen, daher wanderten sie in die Verbrennung zur Energieerzeugung.
„Damit sind sie der Kreislaufwirtschaft für immer entzogen“, sagte Schweitzer. Dies gelte es zu ändern. Wettbewerber wie Veolia und Remondis sehen es ähnlich.
Eine verbindliche Rezyklat-Quote für Industrieprodukte sowie eine Steuer auf Neuplastik könnten die Nachfrage nach dem recycelten Plastik steigern, meinte Alba-Chef Schweitzer weiter. Dies wäre auch im Sinne des Klimaschutzes, schließlich könnte durch die Verarbeitung von einer Tonne Rezyklaten bis zu einer Tonne CO2 eingespart werden, das bei der Herstellung von neuem Plastik emittiert werde.
Der Präsident des Entsorgungsbranchenverbandes BDE, Peter Kurth, forderte den Staat auf, recyclingfähige Produkte zu kaufen: „Wenn die öffentliche Hand mit ihrem Einkaufsvolumen sagt, Materialien, die nicht recyclingfähig sind, kaufen wir nicht, ändert sich die Produktion – das brauchen wir, um den Kreislauf zu schließen.“
Regeln zum Mülltrennen waren am 12. Juni 1991 erstmals im Bundesgesetzblatt publiziert worden und schrittweise Ende 1991, 1992 und 1993 in Kraft getreten. Gelbe Säcke und Gelbe Tonnen wurden flächendeckend eingeführt.
Im Jahr 2019 wurden 58,5 Prozent der auf diesem Weg eingesammelten Kunststoffe recycelt, wie die Zentrale Stelle Verpackungsregister mitteilte. Die Anforderungen steigen, im Jahr 2022 müssen 63 Prozent „werkstofflich verwertet“ werden – das setzt die Recyclingbranche unter Druck.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала