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Umfrage: Mehrheit für Klimaschutz – aber gegen eine neue Steuer

CO2 - SNA, 1920, 10.06.2021
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Für den Umwelt- und Klimaschutz sind einer Umfrage zufolge fast drei Viertel der Menschen in Deutschland zu bestimmten Einschränkungen bereit. Die Studie zeigt aber auch Grenzen dieser Bereitschaft auf.
In einer repräsentativen Online-Umfrage für die Hamburger „Stiftung für Zukunftsfragen“, eine Initiative von „British American Tobacco“ (BAT), erklärten 27 Prozent der Befragten, dass sie ihre Freiheit und Unabhängigkeit behalten und das Leben genießen wollen, auch wenn dadurch die Umwelt nachhaltig beeinträchtigt werde. Ganze 73 Prozent geben hingegen an, sie würden Einschränkungen zugunsten des Umweltschutzes hinnehmen.
Das sind zwei Prozentpunkte mehr als bei einer vergleichbaren Umfrage aus dem Jahr 2018. Eine Mehrheit von 57 Prozent findet zudem Klima-Initiativen wie „Fridays for Future“ gut.
Die Bereitschaft, Einschränkungen hinzunehmen, hat aber deutliche Grenzen, zum Beispiel beim Fliegen: 51 Prozent teilten mit, dass sie bereits weniger fliegen, 31 Prozent wären dazu bereit, sich beim Fliegen einzuschränken, 19 Prozent wollen sich dabei gar nicht einschränken.
Noch deutlicher zeigten sich die Befragten laut der BAT-Studie beim Verzicht auf das Auto: 23 Prozent verzichten bereits auf das Auto, 20 Prozent könnten sich das vorstellen, 57 Prozent wollen nicht auf ein Auto verzichten. Auf die größte Ablehnung von allen 24 vorgeschlagenen Maßnahmen stieß die Einführung einer Klimasteuer. 68 Prozent lehnten diese ab, 30 Prozent würden sie akzeptieren.
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Im Alltag haben der Umfrage zufolge viele Bürger ihre Lebensgewohnheiten bereits geändert: Rund zwei Drittel der Befragten trennen ihren Müll, verzichten auf Plastiktüten und benutzen Energiesparlampen. Nur sechs oder sieben Prozent tun das nicht.
„Die meisten Bundesbürger sind bereit mitzuhelfen, den Klimawandel zu stoppen, jedoch sollen die persönlichen Einschränkungen dabei möglichst gering sein. Zwingend erforderlich sind daher weiterhin Maßnahmen von Politik und Wirtschaft ebenso wie von Medien und Wissenschaft, um durch Rahmenbedingungen, Berichterstattungen, Aufklärung, Innovationen und konkrete Lösungsvorschläge den Wandel zu einem grünen Alltag für die breite Bevölkerung so leicht wie möglich zu gestalten“, rät der Leiter der Stiftung, Professor Ulrich Reinhardt.
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