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Nachtnews Söder erhöht Druck auf Arbeitsminister Heil, Sommerfestival der Berlinale ist eröffnet

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 10.06.2021
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Söder erhöht im Maskenstreit Druck auf SPD-Arbeitsminister Heil, Frankreichs Premier Castex muss als Corona-Kontaktfall in Isolation, nach Ohrfeige für Macron: Debatte über Hintergründe der Tat, Sommerfestival der Berlinale ist eröffnet.
SNA präsentiert in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

Söder erhöht im Maskenstreit Druck auf SPD-Arbeitsminister Heil

Im schwarz-roten Streit um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität erhöht CSU-Chef Markus Söder den Druck auf SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) „Sollten die Vorwürfe so nicht stimmen, (...) müsste diskutiert werden, ob Hubertus Heil noch im Amt bleiben kann“, sagte der bayerische Ministerpräsident demnach am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. Söder betonte, er könne nicht beurteilen, ob die Vorwürfe stimmten, gleichwohl vertraue er der Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich eindeutig hinter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) gestellt habe.
Hintergrund der Debatte ist ein „Spiegel“-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

Frankreichs Premier Castex muss als Corona-Kontaktfall in Isolation

Frankreichs Premierminister Jean Castex muss in Corona-Isolation. Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtet, war seine Frau zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Das soll die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit Verweis auf sein Amt berichtet haben. Castex wird sich demnach eine Woche lang isolieren. Ein erster Corona-Test bei ihm sei negativ gewesen. Der 55-Jährige ist bereits einmal gegen Covid-19 geimpft.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Frankreich ist in den vergangenen Wochen bedeutend gesunken. Zuletzt wurden im Land knapp 69 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gezählt. Rund 43 Prozent der französischen Bevölkerung sind mit mindestens einer Dose gegen das Coronavirus vakziniert.

Nach Ohrfeige für Macron: Debatte über Hintergründe der Tat

Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtet, rätselt Frankreich nach der Ohrfeige für Präsident Emmanuel Macron über das Motiv des Täters. Der Präsident habe betont, dass es sich um „eine isolierte Tat eines gewalttätigen Individuums“ handele. Das sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung unter Vorsitz Macrons. Andere Beobachter sehen in der Tat den Ausdruck einer größeren Wut im Land.
Aufnahmen zeigen, wie Macron am Dienstag bei einem Besuch in Tain-l'Hermitage von einem Mann geohrfeigt wurde. Zwei Männer wurden festgenommen, darunter der mutmaßliche Angreifer. Dieser soll „Montjoie Saint Denis“ und „Nieder mit der Macronie“ gerufen haben. Montjoie Saint Denis ist ein Schlachtruf des früheren Königreichs Frankreich, der heute etwa von Royalisten benutzt wird.
Französische Medien berichteten, dass die Männer nicht vorbestraft und Ende 20 Jahre alt seien. Demnach folgt der mutmaßliche Angreifer im Netz auf verschiedenen Kanälen auch rechten Persönlichkeiten. Den Männern drohen bis zu drei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe. Bei einer Ohrfeige gehe es darum, zu demütigen, sagte der Historiker Nicolas Lebourg dem Sender Franceinfo. Macron habe sich von den Menschen im Land besonders in der „Gelbwesten“-Krise immer wieder anhören müssen, dass er nicht ihr Präsident sei.
Der mutmaßliche Angreifer soll an diesem Donnerstag einem Staatsanwalt vorgeführt werden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft von Valence berichtete.

Sommerfestival der Berlinale ist eröffnet

Die Sommerausgabe der Internationalen Filmfestspiele in Berlin ist gestartet. Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtet, eröffneten die Festivalleiter Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian die 71. Berlinale am Mittwochabend auf der Museumsinsel. Wegen der Pandemie finden alle Filmvorführungen unter freiem Himmel statt.
Als Eröffnungsfilm wurde das Justizdrama „Der Mauretanier“ von Regisseur Kevin Macdonald ausgesucht. Jodie Foster spielt darin eine Anwältin, die nach dem 11. September 2001 einem Häftling im Gefangenenlager Guantanamo hilft.
Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Diesmal wurden die Filmfestspiele wegen des Coronavirus geteilt. Im März konnten Fachleute Filme online schauen, nun folgt ein öffentliches Festival fürs Publikum.
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