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Aung San Suu Kyi wegen Korruption angeklagt – Zeitung

© REUTERS / CHALINEE THIRASUPAAung San Suu Kyi (Archivbild)
Aung San Suu Kyi (Archivbild) - SNA, 1920, 10.06.2021
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Myanmars entmachtete De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi ist wegen Korruption angeklagt worden. Darüber berichtet die staatsnahe Zeitung „Global New Light on Myanmar“ am Donnerstag.
Nach der Inspektion stellte demnach die Korruptionsbehörde des Landes fest, dass Kyi illegal 600.000 US-Dollar (umgerechnet 493.000 Euro) und mehr als elf Kilo Gold vom ehemaligen Ministerpräsidenten der Region Yangon angenommen und Landmissbrauch betrieben haben soll. Im Falle der Verurteilung wegen Korruption drohen einem Angeklagten in Myanmar bis zu 15 Jahre Haft.
Suu Kyis Anwalt bestritt die Vorwürfe: „Ich habe noch nie eine ehrlichere und unbestechlichere Politikerin getroffen als Aung San Suu Kyi“, zitiert ihn die Deutsche Presse-Agentur. „Sie mag Fehler haben, aber persönliche Gier und Korruption gehören nicht dazu.“
Aung San Suu Kyi war im Laufe des Militärputsches vom 1. Februar entmachtet worden, als das Militär in Myanmar die damalige Regierung gestürzt und die zivilen Anführer verhaftet hatte. Es begründete sein Vorgehen mit einem angeblichen massiven Wahlbetrug bei den Parlamentswahlen 2020 zugunsten der damals regierenden Partei NLD und der Ablehnung der Behörden, die mutmaßlichen Missstände zu untersuchen. Die Friedensnobelpreisträgerin befindet sich im Hausarrest. Ihr werden mehrere Vergehen vorgeworfen, darunter Verstöße gegen Außenhandelsgesetze, Verletzung von Corona-Maßnahmen und Anstiftung zum Aufruhr.
Polizeibeamte in Myanmar - SNA, 1920, 25.05.2021
US-Journalist in Myanmar kurz vor Abflug festgenommen
Das Vorgehen der Armee löste eine Welle täglicher Proteste aus. Nach Angaben der Hilfsorganisation Assistance Association of Political Prisoners (Burma) sollen 5941 Menschen seit der Machtübernahme durch das Militär festgenommen worden sein, 4782 Personen seien derzeit inhaftiert oder verurteilt. 858 Menschen sollen demnach von der Militärjunta getötet worden sein.
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