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Immunantwort trotz Impfung nicht da – Stiko-Leiter nennt betroffene Gruppen der Menschen

© AFP 2021 / INA FASSBENDERDie 105-jährige Elisabeth Steubesand winkt Journalisten zu, während sie am 8. Februar 2021 im COVID-19-Impfzentrum in Köln auf ihre Impfung wartet.
Die 105-jährige Elisabeth Steubesand winkt Journalisten zu, während sie am 8. Februar 2021 im COVID-19-Impfzentrum in Köln auf ihre Impfung wartet.  - SNA, 1920, 10.06.2021
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Laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) haben einige Menschen trotz vollständiger Impfung doch einen schlechten oder gar keinen Corona-Immunschutz bekommen. Das könnte mit der Einnahme bestimmter Medikamente zu tun haben. Und es handele sich nicht um Einzelfälle, sagte Mertens, Vorsitzender der Stiko.
„Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen“, sagte Thomas Mertens, emeritierter Virologieprofessor und Vorsitzender der Ständigen Impfkommission Stiko, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Donnerstag. Die Immunantwort sei dann schlechter oder falle ganz aus.
Das sei etwa bei Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch bei Krebspatienten der Fall. In solchen Fällen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich zu verringern, sagte Mertens, also durch die sogenannte „Kokonstrategie“. Auch bei Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung sei die Immunantwort je nach Art der Immunsuppression zumindest reduziert.
Im Moment ist es laut Mertens noch nicht abzuschätzen, wie groß die Gruppe der Patienten ist, die trotz vollständiger Impfung keinen oder einen zu geringen Immunschutz aufgebaut haben. „Wir müssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelfälle sind“, so der Stiko-Chef. Weitere Studien dazu würden derzeit noch durchgeführt, auch zu der Frage, wann diese Menschen erneut geimpft werden sollten.
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Laut der Impfpriorisierung wurden in Deutschland seit Januar zuerst Menschen mit Vorerkrankungen bzw. ältere Menschen in den Heimen geimpft. Dabei kam es in einigen Heimen trotzdem zu den Corona-Ausbrüchen unter vollständig geimpften Senioren, wie etwa im April in Leichlingen. Es blieb dabei offen, ob es sich bei dem Infektionsgeschehen um einen Ausbruch mit dem ursprünglichen Coronavirus aus Wuhan oder mit einer mutierten Virusvariante handelte.
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