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Evonik arbeitet an neuem Transportmechanismus für mRNA-Medikamente

Mikroskop (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.06.2021
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Medikamente auf mRNA-Basis sollen künftig besser an ihr Ziel finden. In den nächsten drei Jahren wird der Chemiekonzern Evonik mit der US-Universität Stanford genau das erforschen. Ziel sind Behandlungen von Krankheiten wie Krebs und Aids.
Der Spezialchemiekonzern Evonik kooperiert mit der US-Universität Stanford bei der Suche nach neuen Möglichkeiten, mRNA-basierte Medikamente an die richtigen Stellen im Körper zu transportieren. Ziel der auf drei Jahre angelegten Zusammenarbeit mit den Forschern in Kalifornien ist die Entwicklung einer Technologie, die über die bisherigen Möglichkeiten von Lipid-Nanopartikeln hinausgeht, wie Evonik am Donnerstag in Essen mitteilte.
Hierzu werde ein polymerbasiertes System entwickelt, das das Unternehmen lizenzieren und vermarkten werde. So sollen die Anwendungsmöglichkeiten von mRNA-Therapeutika erweitert werden, um künftig auch Krankheiten wie Krebs und Aids besser bekämpfen zu können.
Im Erfolgsfall würde Evonik damit sein Produktangebot rund um die mRNA-Transporttechnologie vergrößern und den Portfolioumbau der Sparte „Nutrition & Care“ hin zu Systemlösungen vorantreiben. In der Sparte soll der Anteil solcher Systemlösungen von heute 20 Prozent bis 2030 auf mehr als 50 Prozent steigen.
Spritzen (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.06.2021
Bald zugelassen: DNA-Impfstoffe – Funktion und Risiko
Aktuell produziert Evonik bereits Lipid-Nanopartikel (LNP) für den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Aktuell werde Evoniks zugängliches Marktpotenzial für LNP-basierte Liefersysteme bis 2026 auf über fünf Milliarden US-Dollar geschätzt, hieß es weiter. Allerdings nimmt der Wettbewerb in diesem Bereich auch zu.
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