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Statt Patentfreigabe: 500 Millionen Biontech-Dosen an arme Länder

© AP Photo / Michael ProbstBiontech-Logo
Biontech-Logo - SNA, 1920, 10.06.2021
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500 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff sollen bis Mitte 2022 über die US-Regierung an arme Länder gespendet werden. Das hat das Mainzer Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmariesen Pfizer entschieden. Eine Aufhebung des Patentrechts strebt Biontech nicht an.
500 Millionen Dosen des Impfstoffs „Comirnaty“ sollen an die US-Regierung zu niedrigen, nicht gewinnbringenden Preisen verkauft und von dieser dann an die ärmsten Länder gespendet werden. Das hat das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech und der Pharma-Konzern Pfizer am Donnerstag bekanntgegeben. 200 Millionen Dosen sollen dabei noch im Jahr 2021 zur Verfügung gestellt werden, die weiteren 300 Millionen in der ersten Hälfte 2022.
Insgesamt sollen 92 Länder mit niedrigen Einkommen und schwachen Wirtschaften den Impfstoff erhalten, die von der Impfallianz Gavi aufgelistet wurden sowie 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union. Diese Dosen sind ein Teil der Verpflichtung von Biontech und Pfizer, insgesamt zwei Milliarden Dosen des Impfstoffs besonders betroffenen Ländern innerhalb der nächsten 18 Monate zur Verfügung zu stellen.
Corona-Impfstoff - SNA, 1920, 06.06.2021
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Diese freiwillige Selbstverpflichtung geschah sicher auch vor dem Hintergrund einer Debatte um die temporäre Aufhebung von Patentrechten inmitten einer globalen Krisensituation. Durch die Aufhebung könnten arme Länder Impfstoffproduktionen selbständig in ihren Ländern aufbauen. Eine solche Lösung wurde im Oktober bereits von Indien und Südafrika gefordert und wurde seitdem sehr kontrovers diskutiert.
Die vorübergehende Aufhebung geistigen Eigentums wird unter anderem von den USA, Russland und China unterstützt, während Europa sich dagegen entschieden hat. Deutschland, das die europäische Argumentation vorgegeben hat, argumentiert insbesondere mit der schwierigen Produktion und Sorgen um die Qualität der produzierten Impfstoffe. Biontech lehnt eine Aufhebung seines Patentrechts ab.
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