Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Überfall auf Sowjetunion: Maas vergleicht Versöhnung mit Wunder und verteidigt Sanktionspolitik

CC BY-SA 3.0 / Das Bundesarchiv / Wikimedia CommonsGebirgs-Jäger gehen im Morgengrauen über die deutsch-russische Interessengrenze am 22. Juni 1941
Gebirgs-Jäger gehen im Morgengrauen über die deutsch-russische Interessengrenze am 22. Juni 1941 - SNA, 1920, 09.06.2021
Abonnieren
Der Bundestag hat heute an die unzähligen Opfer des Nazi-Feldzugs gegen die Sowjetunion erinnert. Dabei hat Außenminister Heiko Maas das Versöhnungsangebot der Russen und der Osteuropäer an die Deutschen einem Wunder gleichgestellt. Dann hat Maas einen Bogen zur Gegenwartspolitik geschlagen.
Deutsche Truppen überfielen vor knapp 80 Jahren, am 22. Juni 1941, die Sowjetunion. In einem Vernichtungsfeldzug überrannte die Wehrmacht das Land über Minsk und Kiew fast bis nach Moskau. Die Zahl der Opfer auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion schätzen Historiker heute auf etwa 27 Millionen.
Der Bundestag hat der vielen Millionen Opfer heute gedacht. Außenminister Heiko Maas sagte dabei in einer Rede vor Abgeordneten: Angesichts der Dimension dieser Verbrechen grenze es an ein Wunder, dass die mittel- und osteuropäischen Länder Deutschland die Hand zur Versöhnung gereicht haben. „Für diese Aussöhnung darf es auch niemals einen Schlussstrich geben.“
Nazi-Deutschland habe die „Versklavung und Auslöschung ganzer Staaten und Völker“ nicht nur in Kauf genommen, sondern zum Kriegsziel erklärt. „Fassungslos blicken wir auf diesen Teil unserer Geschichte, auf den Rassenwahn, auf die völlige moralische Enthemmung, die auch gerade im Ostfeldzug ihren fürchterlichen Ausdruck genommen haben“, so der Minister laut DPA. Er verneige sich „voll Trauer und Scham“ vor den Opfern.
Gleichzeitig verteidigte der SPD-Politiker die heutige Sanktionspolitik der EU gegenüber Russland: Zu einem bewussten Umgang mit der Geschichte gehöre, dass man das Völkerrecht über das Recht des Stärkeren stelle und für die universelle Geltung der Menschenrechte eintrete. Deshalb reagiere die Europäische Union auf Verstöße gegen diese Prinzipien in Russland und Belarus auch mit Sanktionen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала