Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Trump lobt Nigeria für Twitter-Sperre

© REUTERS / OCTAVIO JONESEx-US-Präsident Donald Trump
Ex-US-Präsident Donald Trump  - SNA, 1920, 09.06.2021
Abonnieren
Der Ex-Präsident der USA, Donald Trump, hat die Sperre des Kurznachrichtendienstes Twitter in Nigeria begrüßt und weitere Länder aufgerufen, Twitter und Facebook zu verbieten, weil sie „freie und offene Meinungsäußerung“ nicht zulassen.
„Mehr Länder sollten Twitter und Facebook verbannen, weil sie keine freie und offene Meinungsäußerung zulassen - alle Stimmen sollten gehört werden“, zitiert der Sender BBC aus einer Erklärung von Trump, dessen Account bei dem Kurznachrichtendienst im Januar gesperrt wurde, am Dienstag (Ortszeit). „Wer sind sie, um Gut und Böse zu diktieren, wenn sie selbst böse sind?“, hieß es in der Erklärung. „Vielleicht hätte ich es auch tun sollen, als ich Präsident war“, fügte er hinzu.
„Herzlichen Glückwunsch an das Land Nigeria, das gerade Twitter verboten hat, weil es seinen Präsidenten verboten hat.“
Facebook-Chef Mark Zuckerberg habe ihn aber, als er im Amt war, immer wieder angerufen, sei zum Abendessen ins Weiße Haus gekommen und habe ihm gesagt, wie großartig er sei.

Hintergrund

Die Regierung des westafrikanischen Staates Nigeria hatte am vergangenen Freitag angekündigt, für die meisten Menschen im Land den Zugang zu Twitter zu sperren. Zuvor hatte die Plattform einen Beitrag des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari gelöscht und das Konto des Staatschefs für zwölf Stunden suspendiert. Der Tweet soll gegen die Verhaltensregeln der sozialen Medien verstoßen haben, hieß es zur Begründung.
Twitter - SNA, 1920, 19.01.2021
Türkei verbietet lokalen Unternehmen Werbung auf Twitter
Laut der Zeitung „The Nation“ twitterte Buhari, dass „viele von denjenigen, die sich heute schlecht benehmen, zu jung sind, um von den Zerstörungen und Todesfällen während des nigerianischen Bürgerkriegs 1967-1970 zu wissen“. Einige nigerianische Medien haben die Ansicht geäußert, dass Buhari in diesem Tweet Unterstützern der Separatistenbewegung, die sich für die Abspaltung der südöstlichen Region des Landes Biafra einsetzen, gedroht habe.
Die Idee der Unabhängigkeit der Region in den 1960er und 70er Jahren führte zu einem blutigen Bürgerkrieg, bei dem etwa eine Million Menschen ums Leben gekommen waren. Der Minister für Information und Kultur von Nigeria, Lai Mohammed, kommentierte die Situation um die Entfernung des Beitrags so: „Der Präsident ist frei, seine Meinung zu äußern, wenn er über die Situation besorgt ist.“
Trump wurde im Januar kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft von Twitter, Facebook und Youtube verbannt. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger - und dass er Sympathie für die Angreifer bekundete. Auf Twitter folgten Trump mehr als 80 Millionen Nutzer - sein Account war bis zur Sperre sein mit Abstand wichtigster Kommunikationskanal.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала