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Tichanowskaja fordert in Prag internationales Tribunal gegen Lukaschenko

© AFP 2021 / ROMAN VONDROUSSwetlana Tichanowskaja in Prag, Juni 2021
Swetlana Tichanowskaja in Prag, Juni 2021 - SNA, 1920, 09.06.2021
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Die weißrussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat zur Bildung eines internationalen Tribunals aufgerufen, um die Staatsführung in Minsk zur Rechenschaft zu ziehen.
Die „Verbrechen der Lukaschenko-Diktatur“ müssten untersucht werden, forderte die 38-Jährige am Mittwoch in einer Rede vor dem Senat in Prag, wo sie vor einigen Tagen als „gewählte Präsidentin Weißrusslands“ empfangen wurde.
Tichanowskaja forderte in ihrer Rede vor der zweiten Kammer des tschechischen Parlaments „freie Wahlen unter internationaler Aufsicht“. Sie verurteilte erneut die Festnahme des Ex-Chefredakteurs des Telegram-Kanals Nexta, Roman Protassewitsch, dessen Flugzeug vor rund zwei Wochen in Minsk notgelandet wurde.
Während ihres mehrtägigen Besuchs in Tschechien traf Tichanowskaja unter anderem mit Regierungschef Andrej Babis und Präsident Milos Zeman zusammen. Zeman habe ihr „einen Sieg im Kampf mit Europas letztem Diktator“ gewünscht, wie sein Sprecher auf Twitter mitteilte. Tichanowskaja setzt sich bei ihren Besuchen in EU-Staaten für einen stärkeren Druck auf Lukaschenkos Machtapparat ein.
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Die weißrussische Opposition betrachtet ihre Kandidatin Tichanowskaja als wahre Siegerin der Präsidentschaftswahl vom 9. August, bei der Amtsinhaber Alexander Lukaschenko laut offiziellen Angaben mit 80,1 Prozent der Stimmen gesiegt hat. Auch die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an und hat darüber hinaus Sanktionen gegen das Land verhängt.
Dem Ex-Chefredakteur des Telegram-Kanals Nexta, Roman Protassewitsch, wirft die weißrussische Justiz extremistische Aktivitäten im Netz vor, darunter Appelle an die Bevölkerung der Ex-Sowjetrepublik, gegen den Langzeitpräsidenten Alexander Lukaschenko zu protestieren. Bei einem Schuldspruch drohen Protassewitsch 15 Jahre Haft.
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