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Senioren entdecken das Onlinebanking – sind Bankfilialen bald Geschichte?

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Smartphone (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.06.2021
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Im Corona-Jahr 2020 erleben die Banken einen regelrechten Ansturm von Senioren auf das Onlinebanking. Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbandes Bitcom bestätigt, dass die Zahl der älteren Onlinebanking-Nutzer sich nahezu verdoppelt hat.
Nicht nur für Ältere ist Onlinebanking bisher oft eine Herausforderung gewesen, für manche auch gar keine Option. Da ist diese diffuse Sorge um die eigenen Daten oder Angst vor Cyberkriminellen einerseits, das Gefühl, keine echte Kontrolle über die eigenen Bankgeschäfte zu haben andererseits. Hinzu kommt die anfangs fremd und kompliziert wirkende Bedienung, angefangen beim Generieren der TANs. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie scheint sich in puncto Onlinebanking jedoch einiges verändert zu haben.
Wie aus der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Umfrage des Digitalverbandes Bitcom hervorgeht, hat sich die Zahl der über 65-Jährigen, die Onlinebanking nutzen, im vergangenen Jahr fast verdoppelt und beträgt jetzt 39 Prozent. Auch in der Gesamtbevölkerung zeichne sich eine leichte Erhöhung ab: Nutzten letztes Jahr noch 73 Prozent der Befragten das Onlinebanking, sind es inzwischen 80 Prozent. Was diese Zahl deutlich macht, ist, dass die breite Bevölkerung schon seit geraumer Weile das Online-Angebot der Abwicklung in der Filiale vorzieht. „Nur die Älteren blieben beim Onlinebanking weitestgehend außen vor“, stellt Bitcom-Präsident Achim Berg fest. „Seit Corona erleben wir einen regelrechten Sturm der Seniorinnen und Senioren auf die Online-Filialen der Banken.“
Der Grund scheint auf der Hand zu liegen: In Zeiten der Pandemie sollte man sich möglichst nicht ohne Not außer Haus begeben, gerade, wenn man einer gefährdeten Gruppe angehört. Die häufigsten Gründe, weswegen sich so viele dem Onlinebanking bisher verweigert hatten, sind laut der Umfrage Gewohnheit (87 Prozent), Datenschutzgründe (61 Prozent) und komplizierte Bedienung (51 Prozent). Zudem gaben 74 Prozent der Befragten an, ihnen sei der direkte Kontakt mit den Menschen in der Bank wichtig.
Eine benutzerfreundliche Banking-App ist den Befragten bei der Auswahl ihrer Bank sehr wichtig. So rangiert dieses Kriterium mit 86 Prozent knapp hinter den klassischen Auswahlkriterien wie Höhe der Einlagensicherung (98 Prozent), Höhe der Bankgebühren (97 Prozent) und kostenlos nutzbaren Geldautomaten (97 Prozent). Für Menschen, die viel reisen oder zeitweise im Ausland leben, dürfte die Frage zentral sein, ob sie mit ihrer Kreditkarte in anderen Teilen der Welt bequem und gebührenfrei Geld abheben können. Dieses Kriterium halten 78 Prozent der Befragten für wichtig.
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Insgesamt legt die Bitcom-Umfrage nahe, dass sich die Finanzgeschäfte mittelfristig nahezu komplett in den Online-Bereich verlagern werden. Gerade einmal 7 Prozent der befragten Onliner gaben an, überwiegend die Filialen und nur gelegentlich Onlinebanking zu nutzen, wohingegen 38 Prozent sagten, sie würden ihre Bankgeschäfte ausschließlich online abwickeln. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hat die Unternehmensberatung PwC Strategy& in einer Analyse des Bankensektors eine große Schließungswelle bei Bankfilialen vorausgesagt. Bei manchen großen Banken in Deutschland, die sich eher am Onlinebanking orientieren, gibt es ohnehin nur sehr wenige Filialen bundesweit, so z.B. bei der Deutschen Kreditbank (DKB), die gerade einmal über 17 Filialen verfügt.
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