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Stiko will nur Kinder ab 12 mit bestimmten Erkrankungen gegen Covid-19 impfen lassen

Impfung (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.06.2021
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Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Covid-19-Impfung laut einem vorläufigen Entwurf nur für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das melden Medien.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) nennt laut einem als vertraulich gekennzeichneten Papier, das der Deutschen Presse-Agentur (DPA) am Dienstag vorlag, rund ein Dutzend Krankheitsbilder, die mit einem möglichen erhöhten Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf einhergehen. Eine generelle Impfempfehlung für die Altersgruppe wird in dem Entwurf nicht ausgesprochen. Zuvor hatten das Online-Portal „Business Insider“ und andere Medien darüber berichtet.
Die Stiko zählt laut DPA zu den betreffenden Vorerkrankungen Fettleibigkeit, angeborene oder erworbene Immunschwäche oder relevante Immunsuppression, schwere Zyanose, schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, maligne Tumorerkrankungen, Trisomie 21 (Down-Syndrom) und syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung.

„Große Wissenslücken“ hinsichtlich der Sicherheit

Zusätzlich sieht der Stiko-Entwurf eine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren vor, „in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z.B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie)“.
Wie nach entsprechenden Äußerungen von Stiko-Mitgliedern zu erwarten war, wird in dem Entwurf zunächst wegen „großer Wissenslücken“ hinsichtlich der Sicherheit keine generelle Impfempfehlung für diese Altersgruppe ausgesprochen. Die Injektion mit einem Impfstoff gegen Covid-19 sei aber „nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten möglich“.
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„Nicht allgemein gegebener“ Nutzen der Impfung

Begründet wird die eingeschränkte Empfehlung auch mit „nicht allgemein gegebenem“ Nutzen der Impfung zum Verhindern schwerer Verläufe und Todesfälle in dieser Altersgruppe: „Es müssten etwa 100.000 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche geimpft werden, um einen einzigen Covid-19-bedingten Todesfall in dieser Altersgruppe zu verhindern.“ Auch von einer Umverteilung der noch raren Impfstoffe an gesunde Kinder und Jugendliche wird abgeraten, „solange noch viele ältere Erwachsene mit deutlich höherem Risiko ungeimpft sind“.
Der Entwurf war laut DPA an Länder und Fachgesellschaften gegangen, die noch Änderungen einbringen konnten. Eine Veröffentlichung der abschließenden Fassung wird für Donnerstag erwartet. Grundlage sind Analysen von Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer (Comirnaty) bei 12- bis 17-Jährigen und Auswertungen zur Epidemiologie und dem Krankheitsbild bei Covid-19. Das Expertengremium wog den Berichten nach Nutzen und Risiken gegeneinander ab.
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