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Flüchtlinge in Camps bei Corona-Impfungen nicht mit erfasst – Kinderhilfswerk

© AP Photo / Bernat ArmangueCeuta: Flüchtlinge strömen nach Spanien
Ceuta: Flüchtlinge strömen nach Spanien - SNA, 1920, 09.06.2021
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Die fast 80 Millionen Flüchtlinge weltweit können sich gegen Coronavirus heutzutage nicht impfen lassen. Nach Angaben des Kinderhilfswerks World Vision werden sie in vielen Ländern aus Impfprogrammen ausgelassen.
„In den allermeisten Ländern werden sie ignoriert“, zitiert DPA den Gesundheitsexperten Marwin Meier am Mittwoch vor dem G7-Gipfel im britischen Carbis Bay. Ihm zufolge hat Athen erst vergangene Woche mit Impfungen angefangen, während Polen die Flüchtlinge ganz ausschließe.
Nur in 20 von 163 Ländern sollen Impfdosen in Flüchtlingslagern zur Verfügung gestellt worden sein. „Das ist mehr als Impfnationalismus“, beklagte Meier. Dabei sei die Ansteckungsgefahr in den dicht bevölkerten Camps mindestens dreimal so hoch wie sonst. Außerdem gelte diese Bevölkerungsgruppe in der Corona-Krise als die besonders verletzliche.
Von Freitag bis Sonntag findet der G7-Gipfel in Carbis Bay in Cornwall statt. Die Staats- und Regierungschefs sowie EU-Vertreter sollen die Pandemiebekämpfung als zentrales Thema besprechen.
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 04.03.2021
Maas: EU bei Impf-Hilfe für andere Länder solidarischer als China

Covax-Initiative

Die internationale Covax-Initiative, bei der die Bundesrepublik der größte Geldgeber sei und die EU ein Drittel der Kosten zahle, sollte bis Ende Mai gleich 140 Länder beliefern, sagte zuvor Außenminister Heiko Maas. 2021 soll Covax mit drei Milliarden Impfdosen Schwellen- und Entwicklungsländer versorgen. Auch sei wichtig, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt habe, dass Deutschland 30 Millionen Impfstoffdosen bis Jahresende an ärmere Länder abgeben werde.
Auch die EU-Staaten wollen bis Jahresende mindestens 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an ärmere Länder spenden. Auch solle der Aufbau örtlicher Impfstofffabriken unterstützt werden. Deutschland habe 2,2 Milliarden Euro für das Impfprogramm bereitgestellt.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt, dass sich reiche Staaten einen Großteil der bisherigen Impfstoffproduktion gesichert haben, während ärmere Länder beim Vakzinieren kaum vorankommen.
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