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Warschau dringt auf Unterredung mit Biden vor dessen Treffen mit Putin – Zeitung

© SNA / Alexej Witwitskij / Zur BilddatenbankDas Gebäude des polnischen Sejm in Warschau
Das Gebäude des polnischen Sejm in Warschau - SNA, 1920, 08.06.2021
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Die polnische Regierung stellt einem Zeitungsbericht zufolge „Abkühlung und Spannungen“ im Verhältnis zu Washington fest. Beklagt wird unter anderem die selbstständige Entscheidung der US-Regierung, keine weiteren Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 zu verhängen. Man fürchtet einen Präzedenzfall und hofft auf ein Gespräch.
Einem Bericht der polnischen Zeitung „Rzeczpospolita“ zufolge hat die amerikanische Führung weder Warschau noch Kiew von ihrer Absicht, keine weiteren Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 zu verhängen, in Kenntnis gesetzt. Die polnische Regierung sieht darin einen Präzedenzfall, der das Verhältnis der USA zu Polen und weiteren Staaten Osteuropas noch über Jahre prägen werde.
Was der Regierung in Warschau diese Sorge nehmen würde, sei, so das Blatt, ein persönliches Treffen von Präsident Andrzej Duda und seinem amerikanischen Amtskollegen Joe Biden beim Nato-Gipfel in Brüssel am 14. Juni. Bis zum geplanten Gipfel von Biden und Putin in Genf blieben dann nur noch zwei Tage.

Erstes Face-to-Face-Gespräch von Biden und Putin

Der US-Präsident hatte seinem russischen Amtskollegen Putin noch im April vorgeschlagen, ein bilaterales Treffen in Europa abzuhalten, um Problemfelder zu erörtern. Inzwischen ist das Treffen für den 16. Juni anberaumt worden. Es soll in Genf stattfinden. Dort werden die beiden Staatsmänner voraussichtlich Themen wie strategische Stabilität, Pandemie-Bekämpfung, regionale Konflikte sowie Internationales behandeln.
Sicherlich wird auch Nord Stream 2 ein Thema sein. Polen setzt sich ebenso gegen die russisch-europäische Pipeline ein wie die USA. Diese unter anderem mit dem Ziel, Vorzugsbedingungen für ihr Flüssiggas in Europa zu schaffen.
Bis vor Kurzem führten die Vereinigten Staaten noch Sanktionen gegen Nord Stream 2 bzw. gegen die an dessen Bau beteiligten Firmen ein. US-Präsident Biden hat jedoch einräumen müssen, dass diese Maßnahmen kontraproduktiv seien, da der Bau der Gasleitung inzwischen fast abgeschlossen sei.
Moskau geht davon aus, den Bau der Pipeline bis Ende dieses Sommers abschließen zu können, und betont, Länder der Europäischen Union würden von der Ostsee-Pipeline ebenso profitieren wie Russland. Die deutsche Bundesregierung hat sich immer für die Fertigstellung des russisch-europäischen Vorhabens eingesetzt, die deutsche Wirtschaft kritisiert die exterritorialen Sanktionen der USA.
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