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Umweltministerin Schulze: „Es darf keinen Kampf ums Wasser geben“

© REUTERS / ANNEGRET HILSEBundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD)
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) - SNA, 1920, 08.06.2021
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Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) warnt vor Wassermangel in Deutschland. Es sei künftig nicht selbstverständlich, dass es überall Wasser im Überfluss gebe, sagte sie den Zeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ am Dienstag.
Schulze betonte, dass ein stärkerer Ausgleich zwischen wasserarmen und wasserreichen Regionen notwendig sei. Denn beim Wasser gebe es kein „Mengen-, sondern ein Verteilungsproblem“, erklärte sie.
In der Zukunft werde Wasser ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein. Deshalb dürfe ein Mangel nicht zu einem Wettbewerbsnachteil führen, sagte die Ministerin. „Wichtig ist mir ein fairer Rahmen für die Wasserverteilung. Es darf keinen Kampf ums Wasser geben“, sagte Schulze.
Sie will am Dienstag den Entwurf einer nationalen Wasserstrategie vorstellen. Schon voriges Jahr hatte sie eine Strategie mit neuen Maßnahmen und einer Hierarchie für die Wassernutzung angekündigt. Allen voran müssen die Menschen mit Trinkwasser, Wasser zum Kochen und Waschen versorgt werden. „Danach wird es spannend“, sagte sie damals.
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In der nationalen Wasserstrategie fordert Schulze Medienberichten zufolge einen massiven Ausbau der Wasserinfrastruktur. Kommunen und Wasserversorger sollten stärker überregional kooperieren und sich in Regionalverbänden zusammenschließen. „Geraten einzelne Regionen in Schwierigkeiten, können neue oder größere Fernwasserleitungen eine Lösung sein“, sagte sie. Zudem seien neue Wasserspeicher wie etwa Talsperren denkbar, wenn diese „ökologisch verträglich“ seien.
Die Kosten schätzt die SPD-Politikerin auf mehr als drei Milliarden Euro im Jahr. Länder und der Bund seien hier auch perspektivisch in der Pflicht. „Einen Großteil davon werden auch künftig Wasserversorger und Kommunen tragen.“ Außerdem will Schulze Berichten zufolge Anreize schaffen, damit die Nutzung großer Wassermengen außerhalb von Verbrauchsspitzen stattfindet. So sollen Pools künftig am besten nachts befüllt werden, „nicht tagsüber“.
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