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Rente mit 68? Ein „Horrorszenario“!

© CC0 / pasja1000 / PixabayRentner (Symbolbild)
Rentner (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.06.2021
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Ein Beratergremium des Bundeswirtschaftsministeriums hat die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 68 Jahre vorgeschlagen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie die meisten Parteien im Bundestag haben sich dagegen ausgesprochen.
Wegen „schockartig steigender Finanzierungsprobleme in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 2025“ hat ein Beratergremium der Bundesregierung vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter auf 68 Jahre zu erhöhen. Damit würde man auf eine gestiegene Lebenserwartung reagieren. Schon jetzt soll das Rentenalter bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben werden.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in den vom Beratergremium des Bundeswirtschaftsministeriums vorgestellten Reformvorschlägen der gesetzlichen Rentenversicherung keinen annehmbaren Weg. Man wolle „Renten drastisch kürzen, Sozialstaat abbauen und Alterssicherung privatisieren; all das, um Arbeitgeber massiv zu entlasten“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Finanzminister Olaf Scholz (SPD) lehnt eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ab, genauso, wie sein Parteikollege Arbeitsminister Hubertus Heil. Scholz nannte das Gutachten der Berater ein „Horrorszenario“, das dazu dienen sollte, „Rentenkürzungen durchzusetzen, für die es in dieser Zeit keinen Anlass gibt. „Wir brauchen keine Debatte über eine Anhebung des Renteneintrittsalters, sondern über eine gute Rente im Alter durch die Kombination einer Stabilisierung des Rentenniveaus und einer Stärkung der privaten Vorsorge“, sagte auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt gegenüber der „Bild“.
Deutliche Kritik kommt auch von den Oppositionsparteien. Die Rente mit 68 sei „Quatsch“, sagt FDP-Angeordneter Johannes Vogel und fordert stattdessen ein Modell nach schwedischem Vorbild.
Die Idee könne nur von jemandem stammen, der keine körperliche Arbeit geleistet habe, sagt der Linken-Politiker Fabio De Masi auf Twitter:
Seine Parteivorsitzende Janine Wissler gibt zu bedenken, dass gerade in Zeiten der Pandemie eine solche Forderung ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten ist.
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