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Paschinjan bereit zu Austausch seines Sohnes gegen „alle armenischen Gefangenen in Aserbaidschan“

© SNA / Michail Klimentjew / Zur BilddatenbankArmeniens Regierungschef Nikol Paschinjan (Archiv)
Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan (Archiv) - SNA, 1920, 08.06.2021
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Der amtierende Premierminister Armeniens, Nikol Paschinjan, ist nach eigenen Aussagen bereit, seinen Sohn gegen alle in Aserbaidschan festgehaltenen armenischen Soldaten auszutauschen, die in Eriwan als Kriegsgefangene gelten.
„Ich sage – ich stimme zu ... Und ich sage offiziell (an den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham – Anm. d. R.) Alijew – ich gebe meinen Sohn im Austausch gegen alle Gefangenen. Ich erkläre offiziell, ich gebe meinen Sohn im Austausch gegen alle Gefangenen“, sagte Paschinjan am Dienstag.
Noch am Montag erklärte der Premier, dass die Gefangenen „in den Gefängnissen von Baku für die Unabhängigkeit und Souveränität Armeniens kämpfen“. Er fügte hinzu, sie „würden uns ein oder zwei zusätzliche Monate in Gefangenschaft verzeihen, aber sie würden uns nicht vergeben, wenn die Unabhängigkeit und Souveränität des Landes für ihre Freilassung geopfert würden“. Der ehemalige Präsident der Republik, Sersch Sargsjan, kommentierte diese Aussagen und schlug Paschinjan vor, „seinen Sohn aufzugeben und an seiner Stelle 20-25 Kriegsgefangene zurückzubringen“.
Paschinjan sagte weiter, dass er die früheren Präsidenten Sersch Sargsjan und Robert Kotscharjan „als Spezialisten für Menschenhandel anweise“, Verhandlungen zu diesem Thema zu führen. „Das ist eine offizielle Erklärung an Alijew, an alle, an das Rote Kreuz“, so Paschinjan.
Ende Mai wurden sechs armenische Soldaten von der aserbaidschanischen Armee gefangen genommen. Sie sollen versucht haben, die Grenze zu überqueren und auf Versorgungswegen Minen zu legen, wie das Außenministerium von Aserbaidschan mitteilte.
Armenische Soldaten patrouillieren Waffenstillstandslinie zwischen Armenien und Aserbaidschan - SNA, 1920, 27.05.2021
Vorfall an Grenze: Aserbaidschan nimmt sechs armenische Soldaten gefangen

Konflikt in Bergkarabach

Ende September war der Konflikt in Bergkarabach eskaliert. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen. Auf beiden Seiten gab es viele Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Jerewan machten sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Rund 90.000 Menschen, etwa 60 Prozent der Einwohner von Bergkarabach, flohen während der Kämpfe.
Die Konfliktparteien unternahmen mehrere erfolglose Versuche, eine Waffenruhe zu vereinbaren. Schließlich wurde in der Nacht zum 10. November unter Vermittlung Russlands ein Waffenstillstand geschlossen. Die Vereinbarung sieht eine vollständige Waffenruhe in Bergkarabach seit dem 10. November vor. Aserbaidschan und Armenien bleiben dabei in den von ihnen besetzten Stellungen.
Das Dokument regelt außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen – sowie die Stationierung von russischen Friedenstruppen entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Korridors Latschin.
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