Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Fünf „paranormale“ Phänomene, wo Geisterjäger nichts zu suchen haben

© CC0 / Pixabay / KELLEPICSEin paranormales Phänomen (Symbolbild)
Ein paranormales Phänomen (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.06.2021
Abonnieren
Unheimliche Stimmen, seltsame Geräusche, sich von selbst bewegende Gegenstände oder sogar rund herum fliegende Geister – an solche Geschehnisse glauben viele. Die Anhänger der mysteriösen Rätsel behaupten, es gebe übernatürliche Kräfte, die ab und zu in unser Leben eindringen. Hier sind einige solcher „Phänomene“ und deren einfache Erklärung.
Ein Viertel der Deutschen glaubt, dass es einen Geist oder eine andere Art von Kraft gibt, die das Leben lenkt. Dies folgt aus einer Eurobarometer-Umfrage, die 2019 von der Bundeszentrale für politische Bildung unter Verweis auf „Eurobarometer“ der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde. Im Jahr 2013 machte das Portal Statista die Ergebnisse einer Umfrage publik, laut denen rund jeder Fünfte (17,7) in Deutschland generell an Geister glaubt.
Zum Tag der Geisterjäger, der von den Fans des legendären Films „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ gefeiert wird, hat SNA einige populäre Phänomene aufgelistet, die von einigen einst als paranormal betrachtet wurden beziehungsweise immer noch als solche betrachtet werden.

1. Gespensterhäuser

Die Geschichten mit Geistern in alten Häusern sind auch bekannt. Ganze Familien, die in so ein Häuschen einziehen, glauben, seltsame Geräusche gehört oder sogar Gespenster in Spiegeln gesehen zu haben. Oft werden sie von Albträumen geplagt. Sie fühlen sich verängstigt, deprimiert und erschöpft. Klar sind daran die Ururururbesitzer des Hauses schuld, wer sonst? Es ist jedoch so, dass solche „paranormale“ Fälle entweder ein defekter Kessel oder Schimmel hervorgerufen haben können. Im ersten Fall wurde das Haus mit Kohlenmonoxid gefüllt. Unter den Symptomen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung sind zum Beispiel Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit und Halluzinationen. Im zweiten Fall kann die Rede von einer Art Schimmel sein, der möglicherweise Halluzinationen auslöst. Im Mittelalter gab es Massenvergiftungen durch mit Schimmelpilzen befallenes Getreide, das sogenannte Mutterkorn. Sie werden durch den Mutterkornpilz (Claviceps purpurea) verursacht und führen zu Darmkrämpfen, Halluzinationen und Durchblutungsstörungen bis hin zum Tod, erläutert das Schimmelnetzwerk Münster.

2. Spiritistische Sitzungen

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die sogenannten Séancen sehr in. Die spiritistischen Sitzungen fanden normalerweise bei Kerzenlicht statt – klar, damit die Geister sich wohlfühlen und das helle Licht sie nicht einschüchtern konnte. So wurde es mindestens den Besuchern, die nach einem Kontakt mit verstobenen Verwandten suchten, durch das Medium erklärt. In der Tat arbeitete aber so ein Medium nicht alleine, sondern mit einem oder mehreren Assistenten, die zum gewissen Zeitpunkt bestimmte technische Einrichtungen in Einsatz brachten. Auf diese Weise wurden Geräusche von einer Schallplatte abgespielt, Bücher aus den Regalen weggeschoben, Schubladen auf- und zugemacht, Möbel durch so ein schemenhaftes Sehen und unsichtbare Fäden zum Schweben gebracht.
© CC0 / Fran6fran6 // Albert de RochasZeitungsausschnitt von 1894, der die spiritistischen Fähigkeiten der Italienerin Eusapia Palladino angeblich beweisen soll
Zeitungsausschnitt von 1894, der die spiritistischen Fähigkeiten der Italienerin Eusapia Palladino angeblich beweisen soll - SNA, 1920, 08.06.2021
Zeitungsausschnitt von 1894, der die spiritistischen Fähigkeiten der Italienerin Eusapia Palladino angeblich beweisen soll

3. Graue Geister

Vic Tandy, ein britischer Forscher, behauptete in seinen Studien, dass Infraschall mit einer Frequenz von rund 19 Hz (die vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrgenommen werden kann) eine Reihe von physiologischen Auswirkungen, einschließlich Angstgefühlen und Zittern, auslösen könne. Diese könne also für Gespenstersichtungen verantwortlich sein. Die Sache ist die, dass er eines Abends das Gefühl bekam, als ob ihn jemand beobachten würde. Er sah ein aschfarbiges Etwas auf sich zugehen. Später stellte sich jedoch heraus, dass es an einem neuen Ventilator lag, der in seinem Labor installiert worden war. Die im Labor gemessene Schallfrequenz entsprach mit 18,98 Hertz der Resonanzfrequenz des menschlichen Augapfels. Tandy war der Meinung, die Schallwellen hätten sein Augen in Schwingungen versetzt und auf diese Weise seine Wahrnehmung getrübt. Deshalb habe er auf einmal eine Gestalt gesehen, die überhaupt nicht vorhanden gewesen sei.
Death-Valley-Recetrack - SNA, 1920, 16.04.2021
Drei mysteriöse Rätsel der Erde und deren Lösung

4. Kalter Schauder

Die Anhänger von mysteriösen Rätseln glauben, dass Geister Wärme von umgebenden Objekten (einschließlich Menschen) absaugen. Deswegen wird es in der Wohnung ganz plötzlich kalt, wenn ein „Gespenst“ zu Besuch kommt. Wenn man aber den „paranormalen“ Ort genau untersucht, entdeckt man den wahren Grund für die Temperaturschwankung - ein Schornstein oder ein aufgemachtes Fenster in einem Nachbarzimmer. Es zieht also, spukt aber nicht. Sollte ein Haus keine offenen Fenster oder keinen Schornstein haben, dann gibt es die Konvektion: Manche Gegenstände tauschen Wärme mit anderen aus, um die Temperatur auszugleichen. Und diese Umluft wird von den Geisterfans mit der paranormalen Welt verbunden.

5. Hexenbrett und Co.

Das Ouija-Brett wurde im Jahr 1891 von dem US-amerikanischen Erfinder Elijah Bond patentiert. Die Alphabettafel, auch als Hexenbrett oder Seelenschreiber bekannt, war unter den Spiritismus-Fans sehr verbreitet. Wir haben dieses Instrument in mehreren Hollywood-Horror-Filmen gesehen.
Ein Mensch, der eine Botschaft aus dem Jenseits kriegen wollte, legte seine Hände auf einen speziellen Zeiger und stellte einem sich angeblich daneben befindenden Geist eine Frage. Daraufhin wurde, natürlich nur, wenn der Geist gut gelaunt war, Buchstabe um Buchstabe ein Satz gebildet.
© CC0 / Museum of Talking BoardsEin Ouija-Brett, hergestellt von "Kennard Novelty Company of Baltimore"
Ein Ouija-Brett, hergestellt von Kennard Novelty Company of Baltimore - SNA, 1920, 08.06.2021
Ein Ouija-Brett, hergestellt von "Kennard Novelty Company of Baltimore"
Eine andere populäre Art der Kommunikation mit der „paranormalen“ Welt hat der Autor dieses Artikels in seiner Kindheit erleben können. Mit Freunden wollten wir einem Hausgeist ein paar Fragen stellen. Für solch ein Gespräch brauchten wir sechs nagelneue Bleistifte – je drei für zwei Personen. Man musste die in die Hände nehmen und zusammen mit dem Partner ein längliches Rechteck bilden. Bei einer positiven Antwort zeigten die Bleistifte nach oben, bei einer negativen – nach unten. Ich war damals ungefähr 12 Jahre alt und glaubte an solch einen Quatsch überhaupt nicht. Die unzähligen Geschichten von meinen Bekannten über angebliche Kontakte mit den Hausgeistern brachten mich zum Totlachen. Aber ich wurde neugierig. Nun ließ ich mich von meinen Freunden für solch einen Kommunikationsakt überreden. Nun saß ich da, die drei Bleistifte in den Händen haltend, in der vollen Überzeugung, dass bald so viel wie gar nichts passieren würde. Als nach einer Frage die Konstruktion sich nach oben zu bewegen begann, lief mir ein kalter Schauder über den Rücken. Ich dachte, meine Klassenkameradin machte das, und ich wollte die Bleistifte absichtlich in eine andere Richtung bewegen – und zwar mit voller Kraft. Wie groß war mein Erstaunen, als ich die sich widersetzende unerklärliche Superkraft fühlte.

Ich bekam eine Gänsehaut. Meine Entschlossenheit, als junger Pionier ausschließlich an die materielle Existenz der Welt zu glauben, löste sich in Luft auf – zusammen mit dem Hausgeist, mit dem ich nie wieder zu sprechen versuchte, denn ich war erschrocken.

All die „Beweise“ vom Jenseits lassen sich aber durch den Kohnstamm- oder Carpenter-Effekt erklären, erklären die Wissenschaftler. Bei solchen Praktiken wie Hexenbrettern oder Wünschelruten liegt das sogenannte ideomotorische Prinzip zugrunde. Das Phänomen bezeichnet, dass das Sehen einer bestimmten Bewegung sowie – in schwächerem Maße – das Denken an eine bestimmte Bewegung die Tendenz zur Ausführung ebendieser Bewegung auslöst. Der Kohnstamm-Effekt geht übrigens auf den deutschen Neurologen und Psychiater Oskar Kohnstamm (1871–1917) zurück. Er führte den Begriff im Jahr 1915 ein.

Ghostbusters Day

Den 8. Juni feiern Fans der US-amerikanischen Science-Fiction-Fantasy-Komödie „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ als Internationalen „Ghostbusters Day“. An diesem Tag fand im Jahr 1984 die Premiere statt. Der Film hatte einen so großen Erfolg, dass es später einige Neuverfilmungen, Computerspiele und Zeichentrickserien erschienen.
Ihre Meinung
Glauben Sie an paranormale Phänomene?
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала