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Bahn-Verspätungen und Zugausfälle möglich: Deutsche Lokführergewerkschaft plant Streik

© CC0 / jonasreichard Ein Zug der Deutschen Bahn
Ein Zug der Deutschen Bahn - SNA, 1920, 08.06.2021
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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Dienstag ihre Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt und laut Nachrichtenagenturen die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen.
Einen Termin soll die Gewerkschaft noch nicht genannt haben. Sie ließ auch offen, welche Bereiche des Unternehmens zunächst betroffen sein könnten.

„GDL zielt auf Konfrontation um jeden Preis“, schrieb die Deutsche Bahn (DB) am Dienstag auf ihrer offiziellen Webseite.

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Das Unternehmen verurteilte die abwesende „Kompromissbereitschaft“ der Gewerkschaft „mitten in der aufkommenden Reiselust nach dem Corona-Lockdown“, erklärte sich aber „weiter gesprächsbereit“. Die GDL sollte die Verhandlungen „unverzüglich wieder aufnehmen“.
„Wir wollen weiterhin über ein ausgewogenes und solidarisches Tarifpaket verhandeln. Nach über einem Jahr in der Pandemie ist statt Streiks Vernunft gefragt“, sagte der DB-Personalvorstand Martin Seiler laut der Mitteilung.
Demnach schlug die Bahn am Montag einen Tarifabschluss vor, der den Beschäftigten Einkommenssteigerungen wie im Öffentlichen Dienst im Bereich Flughäfen gebracht hätte. Die Gewerkschaft habe sich jedoch geweigert, über Spielräume und Lösungen zu sprechen. Sie beharre auf deutlich höheren Forderungen.
Die Gewerkschaft machte nun wiederum die Bahn verantwortlich:
„Wir wollten verhandeln und eine Einigung erzielen, doch die Deutsche Bahn hat sich erneut verweigert“, zitiert Reuters den GDL-Chef Claus Weselsky.
Das DB-Management beharre auf Verschlechterungen bei Arbeitszeitregelungen und der Planungssicherheit des Zugpersonals. Auch über die erheblich reduzierten Forderungen der GDL habe die Bahn nicht verhandeln wollen. Anderslautende Aussagen von Martin Seiler seien gelogen.
Obwohl die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) vergleichsweise klein ist, hatten ihre Streiks in der Vergangenheit erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Die Gewerkschaft kündigt die Arbeitsniederlegung gewöhnlich mindestens 24 Stunden vorher an.
Sollte es zum Streik kommen, wird er mit den Lockerungen nach der Corona-Krise und dem Beginn einer neuen Reisewelle in Deutschland zusammenfallen.
Hans-Georg Maassen, ehemaliger Chef des Bundesverfassungsgerichts, bei einer Wahlkreissitzung der CDU-Kreisverbände im ostdeutschen Suhl am 30. April 2021. - SNA, 1920, 08.06.2021
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Rekordverlust der Bahn

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von fast sechs Milliarden Euro ausgewiesen, die Schulden sind auf über 30 Milliarden Euro gestiegen. Der Vorstand verweist auf die Kosten der Corona-Krise. Die Bundesregierung will das Unternehmen – das auch im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle spielen soll – mit Milliarden-Beträgen stützen.
Mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat der Konzern bereits eine Tariferhöhung von 1,5 Prozent für eine Laufzeit ab Anfang 2022 bis Ende Februar 2023 vereinbart. In diesem Jahr soll es kein Lohnplus geben. Einen vergleichbaren Abschluss zu diesem „Sanierungs-Tarifvertrag“ strebte die Bahn mit der GDL an. Beide Gewerkschaften stehen aber in scharfer Konkurrenz zueinander.
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