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Tschechiens Senat begrüßt Tichanowskaja als „gewählte Präsidentin“

© AFP 2021 / MICHAL KRUMPHANZLSwetlana Tichanowskaja und Milos Vystrcil in Prag
Swetlana Tichanowskaja und Milos Vystrcil in Prag  - SNA, 1920, 07.06.2021
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Tschechiens Senatspräsident Milos Vystrcil hat die weißrussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja in Prag als „gewählte Präsidentin Weißrusslands“ empfangen.
Er verurteilte am Montag, dass sich Alexander Lukaschenko nach der Präsidentschaftswahl vom August 2020 zum Sieger ausrufen ließ, und bezeichnete diese Wahlen als „unfrei, ungerecht und unrechtmäßig“.

„Dass der Senat Swetlana Tichanowskaja als Hauptgast nach Tschechien einlud, nehme ich so wahr, dass der tschechische Senat und ich persönlich sie für Präsidentin Weißrusslands halten“, sagte Vystrcil am Montag vor Journalisten.

Der Politiker der konservativ-liberalen Bürgerdemokraten (ODS) steht seit Februar 2020 an der Spitze der zweiten Kammer des tschechischen Parlaments.
Tichanowskaja dankte Tschechien für die Unterstützung unter anderem bei der medizinischen Behandlung von Anhängern der weißrussischen Opposition. Die 38-Jährige verurteilte erneut die Festnahme des Bloggers Roman Protassewitsch, dessen Flugzeug vor rund zwei Wochen in Minsk notgelandet wurde. Tichanowskaja nannte die weißrussische Staatsführung „terroristisch“ und kündigte neue Protestwellen an.
Auf dem Programm der Oppositionspolitikerin, die bis zum 10. Juni in Tschechien bleiben wird, stehen auch Treffen mit Regierungschef Andrej Babis, Außenminister Jakub Kulhanek und Präsident Milos Zeman. Tichanowskaja setzt sich bei ihren Besuchen der EU-Staaten für einen stärkeren Druck auf Lukaschenkos Regierung ein.
Der inhaftierte oppositionelle weißrussische Blogger Roman Protassewitsch - SNA, 1920, 04.06.2021
Weißrussischer Staatssender strahlt Geständnis von inhaftiertem Protassewitsch aus
Die weißrussische Opposition betrachtet ihre Kandidatin Tichanowskaja als wahre Siegerin der Präsidentschaftswahl vom 9. August, bei der Amtsinhaber Alexander Lukaschenko laut offiziellen Angaben mit 80,1 Prozent der Stimmen gesiegt hat. Auch die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an und hat darüber hinaus Sanktionen gegen das Land verhängt.
Dem im Exil lebenden Ex-Chefredakteur des Telegram-Kanals Nexta, Roman Protassewitsch, wirft die weißrussische Justiz extremistische Aktivitäten im Netz vor, darunter Appelle an die Bevölkerung der Ex-Sowjetrepublik, gegen den Langzeitpräsidenten Alexander Lukaschenko zu protestieren. Bei einem Schuldspruch drohen Protassewitsch 15 Jahre Haft.
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