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Stoltenberg lädt Moskau zum Russland-Nato-Rat ein

Jens Stoltenberg  - SNA, 1920, 07.06.2021
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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat im Vorfeld des Gipfeltreffens der Allianz in Brüssel Russland aufgerufen, an einer Sitzung des Russland-Nato-Rates teilzunehmen.
„Ich möchte Russland erneut einladen, möglichst bald an einem Treffen des Russland-Nato-Rats teilzunehmen. Wir haben viel zu besprechen, das im gemeinsamen Interesse von Nato und Russland liegt“, sagte der frühere norwegische Ministerpräsident gegenüber der „Welt“.
Der Rat hat seit 19 Monaten nicht mehr getagt. „Wir haben die russische Regierung bereits vor über einem Jahr zu einem neuen Treffen eingeladen, darauf gab es aber keine positive Antwort“, so Stoltenberg. „Der Ball liegt jetzt auf Seiten Russlands.“
Russland und die Nato könnten den gegenseitigen Austausch über Militärmanöver besprechen, um Missverständnissen und einer möglichen Eskalation vorzubeugen, sagte Stoltenberg. Ein weiteres Thema sei „ausreichende Transparenz“ bei militärischen Aktivitäten der jeweils anderen Seite, um unbeabsichtigte Unfälle in der Luft und auf See zu vermeiden.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow - SNA, 1920, 01.06.2021
Lawrow: Moskau bereit zur Wiederaufnahme des Dialogs im Rahmen des Russland-Nato-Rates
Stoltenberg verwies darauf, dass die Beziehungen zwischen der Nato und Russland mittlerweile „einen Tiefpunkt erreicht“ haben, „wie wir ihn seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr kennen“. Dialog sei der beste Weg, um Spannungen anzusprechen. Dafür sei der Nato-Russland-Rat das geeignete Format, betonte der Nato-Chef.
Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, dass Moskau bereit sei, die Kontakte im Rahmen des Russland-Nato-Rats wieder aufzunehmen. Und besonders Militärs müssten den Dialog aufnehmen. „Vor allem Militärs müssen anfangen, darüber zu reden, wie die Situation auf der Erde wirklich aussieht, unter anderem im Hinblick auf die sehr groben Verletzungen der Ende der 1990er Jahre getroffenen Vereinbarungen durch unsere Nato-Kollegen. Auch darüber, dass die Nato keine bedeutenden Kampfkräfte auf den Staatsgebieten der neuen Mitglieder stationieren wird“, sagte Lawrow.
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