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Smartwatch für Diabetiker – Insulin direkt im Körper herstellen

© CC0 / Free-Photos / PixabaySmartwatch (Symbolbild)
Smartwatch (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.06.2021
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Insulin direkt im Körper zur rechten Zeit produzieren lassen – klingt wie ein Traum. Doch Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sind hier einen guten Schritt weitergekommen mit gentechnisch veränderten Zellen, die auf grünes Licht reagieren. So haben sie Insulin und andere Stoffe hergestellt.
„Smartwatches“ sind Armbanduhren mit zusätzlichen digitalen Funktionen. Die einfachste davon ist die Verbindung mit einem Smartphone. So kann ein Nutzer Anrufe über die Uhr annehmen. Die Geräte können aber auch verschiedene Parameter wie Puls oder Sauerstoffsättigung des Blutes mit grünem Licht messen. Deshalb tragen viele Menschen beim Sport „intelligente Uhren“. Sie rücken aber ebenso in den Fokus der modernen Medizin, die sich von der Entwicklung ein Frühwarnsystem für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhofft.
Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich sind nun einen Schritt weiter gegangen: Sie haben einen sogenannten Gen-Schalter entwickelt, der sich von dem grünen Licht, das auf die Haut gestrahlt wird, aktivieren lässt. Dafür haben sie embryonale Nierenzellen genommen und diese verändert, damit das Gen, das gezielt eingeschaltet werden soll, genau dann aktiviert wird, wenn grünes Licht auf die Zellen fällt. Sobald das grüne Signal endet, wird das Gen wieder deaktiviert. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature vorgestellt.
Die Technologie wurde unter anderem mit dem Insulin-Gen erprobt. Dieses Hormon ist von grundlegender Bedeutung für einen geregelten Zuckerhaushalt. Bei Diabetes 1 wird es nicht mehr produziert, da die betreffenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse vom Immunsystem zerstört werden. Durch ein implantiertes Netzwerk solcher Zellen könnte an anderer Stelle das notwendige Insulin gebildet werden, wenn der Körper es gerade braucht. Dazu muss die Smartwatch den Blutzuckerspiegel messen und Grünlicht abstrahlen, wenn dieser ein kritisches Niveau erreicht.
Getestet wurde dieses System bislang an einer Speckschwarte sowie an lebenden Mäusen. In beiden Fällen wurden entsprechende Zellen implantiert und mit einer Smartwatch gesteuert.
Bevor die Technologie bei Menschen zum Einsatz kommen kann, müssen Zellen des jeweiligen Patienten mit einem Gen-Schalter versehen und implantiert werden. Außerdem muss der neue Ansatz alle klinischen Phasen erfolgreich durchlaufen.
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