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Russland: Petition über Anerkennung von NS-Genozid an sowjetischer Bevölkerung initiiert

© SNA / Dmitri KoslowKonzentrationslager in Medweschjegorsk auf dem okkupierten Territorium Kareliens
Konzentrationslager in Medweschjegorsk auf dem okkupierten Territorium Kareliens - SNA, 1920, 07.06.2021
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Die Organisatoren des russischen Wissenschaftsprojekts „Bes sroka dawnosti“ (zu dt.: „Ohne Verjährungsfrist“) haben eine Petition geschaffen, die dazu aufruft, Nazi-Verbrechen gegen die sowjetische Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges als Genozid anzuerkennen.
„Wir, die Bürger der Russischen Föderation und nicht gleichgültige Bürger anderer Länder, (…) rufen alle Teilnehmer der Weltgemeinschaft dazu auf, den großen Sieg der Sowjetmenschen, die der ganzen Welt den Frieden schenkten, im Gedächtnis zu behalten und die Nazi-Verbrechen gegen die Sowjetbürger als Völkermord am sowjetischen Volk anzuerkennen“, heißt es in der Petition, die auf Change.org veröffentlicht wurde.
Ferner heißt es in dem Schreiben, dass im Urteil des Nürnbergers Tribunals festgestellt wurde, dass diese Verbrechen gegen die Sowjetunion ein Teil des Plans waren, die gesamte Zivilbevölkerung zu vertreiben und zu vernichten, „um das befreite Territorium mit Deutschen zu kolonisieren“.
Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, 1948 - SNA, 1920, 07.12.2020
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Im Krieg wurden etwa 13,5 Millionen sowjetische Zivilisten getötet oder starben unter den harten Bedingungen des Okkupationsregimes (Hunger, Infektionskrankheiten etc.) sowie in der Zwangsarbeit in Deutschland. Nicht alle Fälle dieser Art wurden ermittelt und nicht alle Schuldigen festgestellt und vor Gericht gestellt.
Dank den letzten Ausgrabungen durch Suchverbände und der Offenlegung von Archiven wurden Details tragischer Ereignisse beispielweise in den Regionen Nowgorod, Pskow, Rostow, Brjansk und Krasnodar bekannt, die mit Massenhinrichtungen unter den Zivilisten verbunden waren. Es wurden Strafverfahren über die Vernichtung von mehr als 30.000 sowjetischen Bürgern eingeleitet.
Besucher im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Archivbild) - SNA, 1920, 11.04.2021
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Im März 2021 hatte der Chef des russischen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, mitgeteilt, dass seine Behörde beschlossen hat, die Strafverwahren über Nazi-Verbrechen gegen die zivile Bevölkerung zu einem Strafverfahren über den Genozid an den Völkern der UdSSR zu vereinigen.
Im Oktober 2020 hatte ein Gericht in der russischen Region Nowgorod erstmals in der Gerichtsgeschichte Russlands die Massenmorde an sowjetischen Bürgern im Großen Vaterländischen Krieg im Dorf Schestjanaja Gorka als Genozid anerkannt.
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