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ISWAP-Miliz: Anführer von Boko Haram begeht Selbstmord

© AFP 2021 / HANDOUTAbubakar Shekau (Archivbild)
Abubakar Shekau (Archivbild) - SNA, 1920, 07.06.2021
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Der Anführer der nigerianischen radikal-islamischen Gruppe Boko Haram, Abubakar Shekau, ist nach Angaben der rivalisierenden Miliz „Islamischer Staat“* in Westafrika (ISWAP) tot. Es handelt sich demnach um einen Selbstmord.
Bereits im Mai hatten Medien unter Berufung auf nigerianische Aufklärungsquellen erklärt, dass der Anführer von Boko Haram bei Zusammenstößen mit ISWAP-Kämpfern verletzt worden sei. Er und seine Kämpfer sollen im Wald in Sambisa eingekesselt worden sein. Um seine Gefangennahme zu verhindern, soll er sich in die Brust geschossen haben. Die Kugel hätte seine Schulter durchgedrungen. Er sei schwer verletzt worden. Er und mehrere seiner Leute hätten fliehen können. Eine andere Quelle sprach dagegen davon, dass Shekau bei einer Sprengstoffexplosion in dem Haus, wo er sich mit seinen Leuten versteckte, verletzt worden wäre.
Nun melden Nachrichtenagenturen unter Berufung auf eine Audioaufnahme aus mutmaßlicher Produktion der ISWAP, in der erklärt wird, dass der Anführer von Boko Haram Selbstmord begangen habe.
Auf der nicht datierten Audiodatei, die unter anderem AFP und Reuters vorliegt, sollen offenbar die Stimmen der ISWAP-Anführer aufgezeichnet sein:
„Shekau hat es vorgezogen, gedemütigt im Jenseits zu sein als gedemütigt auf der Erde zu sein. Er hat sich selbst unverzüglich durch die Detonation von Sprengstoff getötet.“
Abubakar Shekau sei um den 18. Mai herum bei der Detonation eines Sprengsatzes nach einem Gefecht mit ISWAP-Anhängern gestorben, heißt es.
Von Boko Haram gab es bislang keine Kommentare dazu.
Politische Analytiker gehen laut Reuters davon aus, dass der Tod von Shekau zum Ende der Rivalität zwischen Boko Haram und ISWAP und zur Verstärkung der Position von ISWAP im Nordosten Nigerias führen könnte.
Angriff auf eine Schule in Kagara in Nigeria (Archivbild)  - SNA, 1920, 26.02.2021
Angriff auf Schule in Nigeria: Hunderte Kinder entführt
Boko Haram ist eine islamistische terroristische Gruppierung, die sowohl im Norden Nigerias als auch in den Anrainerstaaten Tschad, Niger und Kamerun agiert. Boko Haram sowie diverse Splittergruppen terrorisieren seit Jahren die Bevölkerung im Norden des Landes. 2014 hatten sie aus einer Schule in Chibok 276 Mädchen entführt. Die Tat hatte international für Entsetzen gesorgt und eine von vielen Prominenten unterstützte Solidaritätskampagne ausgelöst. Viele der Mädchen werden trotz verschiedener Freilassungsaktionen nach wie vor vermisst. Die Gruppe kämpft seit rund einem Jahrzehnt dafür, ein islamisches Kalifat mit Sitz in Nigeria zu errichten. Dabei wurden bereits etwa 30.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben. Wie Boko Haram verübt auch ISWAP Anschläge im Norden Nigerias und in den Nachbarländern Tschad und Kamerun.
*eine Terroroperation, in Russland und Deutschland verboten
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