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„Sie schicken ihn in den Tod“ – Ehefrau zu Haftstrafe von Menschenrechtsaktivist Craig Murray

© AFP 2021 / JACQUES COLLETDer ehemalige britische Diplomat Craig Murray (Archivbild)
Der ehemalige britische Diplomat Craig Murray (Archivbild) - SNA, 1920, 07.06.2021
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Nachdem der Assange-Vertraute und Menschenrechtsaktivist Craig Murray vergangene Woche vergeblich versucht hatte, das Urteil anzufechten, muss der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan am Montag seine Haftstrafe antreten. Nun wendet sich seine Frau mit einem offenen Brief an die Richterin.
Auf seinem Blog veröffentlichte Craig Murrays Ehefrau Nadira am Vorabend einen offenen Brief, den sie nach der Entscheidung an Richterin Leeona Dorrian gerichtet hatte. Sie verstehe und unterstütze Dorrians Bestreben, Opfer sexueller Gewalt zu schützen, jedoch empfinde sie das Urteil gegen ihren Mann als nicht gerecht, so Nadira Murray. Selbst ihr gegenüber habe er niemals die Namen der Frauen, um deren Sache es in der Verhandlung ging, genannt. Ihr Mann setze sich zudem unentgeltlich für Frauen ein, die Opfer von Gewalt geworden sind, inklusive Asylsuchenden.
„In meinem Heimatland Usbekistan hat er staatliche britische Gelder organisiert und eigenes Geld für Opfer häuslicher Gewalt in einem Krankenhaus in Samarkand gegeben. Das waren Frauen, die versucht hatten, sich mit Kerosin anzuzünden und zu verbrennen, wie es für missbrauchte Frauen dort üblich ist.“
Ihren Mann, mit dem sie seit fast zwei Jahrzehnten verheiratet sei, kenne sie als liebenswerten und hilfsbereiten Menschen, liebevollen Partner und Vater seiner vier Kinder, fährt Nadira Murray fort. Das jüngste Kind des Paares sei drei Monate alt, ein zwölfjähriger Sohn lebe ebenfalls bei ihnen. Ihre Kinder bräuchten ihren Vater. Zudem habe sie große Sorgen wegen des schlechten Gesundheitszustandes ihres Mannes.
„Ich fürchte, sein Gesundheitszustand ist nicht mit einer Unterbringung im Gefängnis vereinbar. Das haben Sie ignoriert und ihm seine Grundrechte genommen. […] Ich bin überzeugt, Sie schicken ihn in den Tod und ignorieren seine Erkrankungen. Ich fordere Sie dazu auf, das Urteil zu überdenken und Craig zu erlauben, zu Hause bei seinen Kindern zu sein, die ihn brauchen.“
Murray war Mitte Mai zu acht Monaten Haft verurteilt worden. In seiner Berichterstattung über den Prozess gegen den früheren schottischen Regierungschef Alex Salmond, dem sexuelle Belästigung und versuchte Vergewaltigung vorgeworfen wurden, soll Murray Hinweise auf die Identität der betroffenen Frauen gegeben haben. Das Gericht befand, dass bestimmte Details unter Umständen zu ihrer Identifizierung führen könnten.
Die Verurteilung des Assange-Vertrauten und Menschenrechtsaktivisten Craig Murray ist vielfach mit Unverständnis und Empörung aufgenommen worden. So hatte Hugh Kerr, ehemaliger Vize-Vorsitzender der britischen Nationalen Journalistenvereinigung, das Urteil als „schändlich“ und „eine echte Bedrohung für die bürgerlichen Freiheiten“ bezeichnet.
Björn Höcke beim AfD-Parteitag - SNA, 1920, 07.06.2021
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