Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Raketenangriff auf Tankstelle im Jemen: 17 Todesopfer unter Zivilisten

© SNA / Alexander Krjaschew / Zur BilddatenbankNotarzt (Symbolbild)
Notarzt (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.06.2021
Abonnieren
Bei einem Raketenangriff auf eine Tankstelle im Jemen sind mindestens 17 Zivilisten getötet worden, meldet die örtliche Nachrichtenagentur Saba am Sonntag unter Berufung auf Offizielle.
Vertreter der Bewegung „Ansar Allah“ – die sogenannten Huthi – feuerten am Samstagabend eine ballistische Rakete in der stark umkämpften Stadt Marib ab, so die Staatsagentur unter Verweis auf den Informationsminister Moammar Al-Eryani und den Premier Maeen Abdulmalek Saeed.
Flugzeug (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.05.2021
Rätsel um Fliegerhorst: Jemen dementiert Aufbau fremder Luftwaffenbasis im Landesgebiet
Kurz darauf seien mehrere Krankenwagen, die zu Opfern des Angriffs fuhren, von einer mit Sprengstoff beladenen Drohne getroffen worden. Unter den Todesopfern sei auch ein fünfjähriges Mädchen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden.
Al-Eryani rief die Vereinten Nationen, die USA sowie die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Angriff zu verurteilen, der als Kriegsverbrechen einzustufen sei.
Die seit 2014 gegen die jemenitische Regierung kämpfenden Huthi-Rebellen äußerten sich zunächst nicht. Die angegriffene Tankstelle liegt unweit einer Front in Marib, einer strategisch wichtigen Stadt östlich von der Hauptstadt Sanaa. Von dort wird ein Großteil der jemenitischen Öl- und Gasproduktion kontrolliert.
Die Huthis kontrollieren heute Sanaa und große Gebiete im Norden und versuchen mit einer Offensive seit Februar erneut, Marib einzunehmen. Aussichten auf eine Waffenruhe in dem Bürgerkrieg gibt es trotz Vermittlungsversuchen durch die Vereinten Nationen, die USA, den Oman und Kuwait derzeit nicht.
Die jemenitische Regierung wird von einem Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt. Saudi-Arabiens Erzfeind Iran wird die Unterstützung der Huthis vorgeworfen.
US-Soldaten (Archivbild) - SNA, 1920, 03.06.2021
US-Armee hat unbeabsichtigt 23 Zivilisten im Jahr 2020 getötet – Bericht zu Auslandseinsätzen
Die humanitäre Lage im Jemen ist katastrophal. Fast 50.000 Menschen im Land haben so wenig zu essen, dass das Welternährungsprogramm (WFP) bereits von Hungersnot-ähnlichen Zuständen spricht. Weitere fünf Millionen Menschen stehen unmittelbar vor einer Hungersnot. Durchschnittlich stirbt im Jemen alle zehn Minuten ein Kind wegen vermeidbarer Krankheiten. Die Kämpfe um Marib haben 25.000 Menschen zu Vertriebenen gemacht, in den kommenden Monaten könnten es dort nach Schätzung von Hilfsorganisationen 385.000 Vertriebene werden.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала