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„Ernsthaft besorgt“: Nato-Chef Stoltenberg zu „engerer Zusammenarbeit zwischen Moskau und Minsk“

Jens Stoltenberg  - SNA, 1920, 06.06.2021
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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat in einem Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ mitgeteilt, dass die engere Zusammenarbeit zwischen Russland und Weißrussland den Nato-Mitgliedstaaten Anlass zu Sorge gibt.
Darauf, was konkret unter einer „engeren Zusammenarbeit“ der ohnehin eng verbündeten Länder gemeint ist, ging der Nato-Chef allerdings nicht ein. Stoltenberg sagte der Zeitung, er wolle zwar „nicht zu viel spekulieren“, aber die Nato sei „eine defensive Allianz“ und verfolge „wachsam“ und „sehr genau“, was in Belarus passiere. Denn die Nato habe „in der Vergangenheit erfahren müssen“, dass „Russland die territoriale Integrität von Staaten wie Ukraine, Georgien und Moldawien massiv verletzt“ habe, so Stoltenberg.
„Wir sind natürlich bereit, im Ernstfall jeden Alliierten zu beschützen und zu verteidigen gegen jede Art von Bedrohung, die von Minsk und Moskau ausgeht“, unterstrich der Nato-Chef.
Nato-Emblem - SNA, 1920, 27.05.2021
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Nach seinen Worten bleibe die Allianz in ihrem Umgang mit Russland nach wie vor ihrer alten Strategie treu. „Die Allianz verfolgt einen zweigleisigen Ansatz gegenüber Russland: Abschreckung und Dialog. Daran halten wir fest“, betonte Stoltenberg gegenüber der Zeitung. Zugleich findet der frühere norwegische Ministerpräsident es wichtig, dass „gerade in schwierigen Zeiten“ das Gespräch „über Waffenkontrolle und andere militärische und politische Herausforderungen“ mit Russland weitergeführt werde.
„Wenn wir nicht miteinander reden, können wir weder unsere Streitigkeiten beilegen noch das gegenseitige Verständnis verbessern“, zitiert ihn das Blatt.
Zuvor hatte Stoltenberg gesagt, er finde es „schwer zu glauben“, Moskau habe mit der Notfalllandung eines Ryanair-Flugzeuges in Minsk nichts zu tun. Zu dem Schluss kam Stoltenberg wegen der „sehr engen Beziehungen“ zwischen Russland und Weißrussland.
Am Freitag hatte der russische Präsident Wladimir Putin betont, Russlands Geheimdienste wären nicht an dem Vorfall mit dem Ryanair-Flugzeug beteiligt. Stoltenbergs Äußerungen legen nahe, so Putin, dass die Menschen es „einfach nicht verstehen“, wie solche Abläufe erfolgen. Unter Verweis auf den weißrussischen Präsident Alexander Lukaschenko wies er darauf hin, die Anwesenheit des inhaftierten Journalisten Protassewitsch am Bord des Flugzeuges wäre „erst nach der Landung“ bekanntgeworden.
„Ich kann Ihnen nur sagen, dass die Nato in Gefahr ist, wenn die Nato-Führung solche Aussagen macht“, erklärte Putin.
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